Wie in den Vorjahren tritt beim Hohenheimer Schloss-Radrennen ein hochkarätiges Teilnehmerfeld an. Foto: Archiv Simone Bürkle

Bei der 17. Auflage des Schloss-Radrennens gehen am Sonntag wieder bekannte Radsportler an den Start. Allen voran Danilo Hondo, der Weltmeister von 1994.

Stuttgart-Plieningen - Es sind illustre Namen im Teilnehmerfeld, das sich für Sonntag, 9. Juni, angesagt hat – allen voran Danilo Hondo. Den Weltmeister von 1994 und mehrfachen Etappen-Sieger beim Giro d’Italia zählt Folker Baur zu den Favoriten des Profirennens beim Hohenheimer Schloss-Radrennen.

Doch auch die anderen Profiradfahrer, die am Sonntag bei der 17. Auflage des Rennens auf dem Uni-Gelände antreten, gehören zu den Besten in ihrem Sport. Einige von ihnen haben laut Baur eine reelle Chance, Hondo seinen dritten Sieg nach 2006 und 2011 auf der 85 Kilometer langen Strecke streitig zu machen. „Ich denke, zwischen fünf und acht Leute können ihm Paroli bieten“, sagt Baur, der in Vertretung für ein zehnköpfiges Organisationsteam beim TV Plieningen spricht.

Die Radler zieht es auch aus entlegenen Ecken nach Hohenheim

Da wäre zum Beispiel Leif Lampater. Der war schon mehrfach zu Gast beim Schloss-Radrennen und hat es vor acht Jahren gewonnen. Oder Alexander Aeschbach, der Sieger der Sechstagerennen in Grenoble, Moskau, Stuttgart und im italienischen Fiorenzuola war. Auch Dirk Müller, der 2006 Deutscher Meister im Straßenrennen wurde und 2011 die Deutsche Bergmeisterschaft für sich entschied, will in Hohenheim sein Können unter Beweis stellen.

Allerdings zeigen nicht nur die Profis, die sich gegen 14.30 Uhr zum Start an der Fruwirthstraße einfinden, wie schnell sie den Rundkurs bewältigen, den sie 53 Mal fahren müssen. Bereits um 10 Uhr gehen die Betriebssportgruppen an den Start, die 20 Runden hinter sich bringen, und gegen 11.30 Uhr starten die C-Klasse-Amateure, die 36 Runden absolvieren. Auch dort erwarte die Zuschauer anspruchsvoller Radsport, verspricht Folker Baur – die Höchstgrenze von 100 Anmeldungen sei beinahe erreicht, „das Rennen ist sehr beliebt“. Dabei ziehe es die Radler sogar aus eher entlegenen Ecken nach Hohenheim, erzählt Baur: „Wir haben einen Teilnehmer aus Schweineberg, einem winzigen Ort mit nur wenigen Häusern im Allgäu. Das ist wirklich erstaunlich.“

Fahrsicherheitstraining für Kinder

Rund um die Strecke ist zudem allerhand für die Zuschauer geboten. So gibt es etwa von 11 Uhr an ein Weißwurst-Frühstück mit der Zweimann-Band „Magic acoustic Guitars“, um 13 Uhr können die Besucher auf der Rennstrecke E-Bikes ausprobieren. Gegen 13.30 Uhr beginnt das Schaufahren der Oldtimer, und um 14 Uhr springt der Weltmeister Klaus Renz mit dem Fallschirm über dem Gelände ab und überbringt die Startpistole an den Ordnungsbürgermeister Martin Schairer, der damit das Profirennen eröffnen wird. Für Kinder gibt es dieses Mal zwar kein Spiel- und Spaßprogramm der Organisation Kiniki wie in den Vorjahren – dafür ein Karussell und ein Fahrsicherheitstraining, das die Polizei für die jungen Radler anbietet. Auch für die Bewirtung ist gesorgt: Am Start und am Ziel der Strecke sowie auf Höhe der Mensa bietet der TV Plieningen Essen und Getränke an. Dabei wird auch fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt.

Sollte das Wetter mitspielen, könnten gut und gerne an die 10.000 Besucher zu dem Hohenheimer Schloss-Radrennen kommen – so viele waren es in etwa in den vergangenen Jahren. Insgesamt werden sich rund 150 ehrenamtliche Helfer darum kümmern, dass bei dem Rennen und auch im Umfeld alles rund läuft. Für Folker Baur wäre die Veranstaltung ohne die Hilfe seiner Mitstreiter undenkbar. „Es ist toll anzusehen, wie das im Verein harmoniert“, lobt er sein Team.

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