Die städtischen Mitarbeiter mussten sogar zweimal kommen, um alle Reifen abzutransportieren. Foto: privat

Angelika Wittermann aus Hoffeld konnte es nicht fassen: Irgendjemand hat einen ganzen Stapel an Autoreifen in der Natur entsorgt. Die Mitarbeiter der städtischen Abfallwirtschaft mussten sogar zweimal fahren.

Hoffeld - Beim Abendsport machte Angelika Wittermann aus Hoffeld eine unschöne Überraschung. Entlang des Weges zwischen der Ohnholdstraße und der Kleingartenanlage der Gemeinschaft der Gartenfreunde türmte sich ein Haufen Autoreifen. Angelika Wittermann machte der Anblick der achtlos in der Natur entsorgten Gummireifen betroffen. „So etwas macht mich echt sauer“, sagt sie. Wittermann fotografierte den Umweltfrevel und schickte die Bilder an unsere Zeitung. Gerhard Hiller, landwirtschaftlicher Obmann im Degerlocher Bezirksbeirat, entdeckte die Reifen gleichfalls. Er rief bei der Polizei an, die sich wiederum mit dem städtischen Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) in Verbindung setzte.

Der Lastwagen war für alle Reifen zu klein

Die städtischen Mitarbeiter seien erstaunt gewesen, als sie in der Nähe der Hoffelder Kleingartenanlage einen Berg von Reifen vorfanden. „Sie mussten gleich zweimal kommen, weil der Laster zu klein war“, sagt die Sprecherin der AWS, Annette Hasselwander.

Sie selbst zeigt sich ebenfalls erstaunt über die Größe des Fundes. „So viele weggeworfene Reifen auf einmal sind schon ungewöhnlich“, sagt sie. Die Polizei hat bisher keine Erkenntnisse darüber, wer die Umweltverschmutzung verschuldet hat, wie es auf Nachfrage heißt. Annette Hasselwander zeigt sich skeptisch, ob die Verursacher dingfest gemacht werden können. „Schließlich ritzt niemand seinen Namen in einen Autoreifen“, sagt sie. Das Deponieren der Reifen, die von der Stadt für eine dreistellige Summe entfernt werden mussten, wird laut Angaben der Polizei als Ordnungswidrigkeit verfolgt.

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