Die 32. Auflage des Feuerbacher Höflesmarkt zog wieder zahlreiche Besucher an. Foto: Susanne Müller-Baji

Nach der letztjährigen Pause zeigte sich der 32. Höflesmarkt in neuem Glanz. Entlang der Stuttgarter Straße präsentierten sich am Samstag örtliche Einzelhändler und Vereine und machten auch mit zahlreichen Mitmach-Angeboten Lust auf mehr.

Feuerbach - Werbeplattform, Hocketse und Erlebnistag für Alt und Jung: Der von den „Aktiven“ des Feuerbacher Gewerbe- und Handelsvereins (GHV) veranstaltete Höflesmarkt ist wieder da: Entlang der Stuttgarter Straße präsentierten sich am Samstag örtliche Einzelhändler und Vereine und machten auch mit zahlreichen Mitmach-Angeboten Lust auf mehr.

Die Hinterhöfe, schwäbisch Höfle, gehören so sehr zum Stadtbezirk dazu, dass man sie unterm Jahr gar nicht mehr richtig wahrnimmt. Der Höflesmarkt macht sie jedoch zur wahren Entdeckungstour: Mal stieß man unversehens auf betörenden Blumenschmuck und andere schöne Dinge, mal wurde zünftig gegrillt, mal gab es zu Kaffee und Kuchen schmissige musikalische Untermalung am Schifferklavier. Und das Wetter? Spielte erfreulich gut mit.

Instrumente aus knallig buntem Hartplastik

Dass es recht kühl für einen ersten Julitag war, mag den vielen Mitmach-Angeboten zwischen Fechten und Dosenwerfen sogar zugute gekommen sein. Hüpfburgen für die Kleinsten gab es gleich zwei auf der Festmeile, und zum Beispiel beim TFF lockte ein sportlicher Parcours zwischen Laufband und Hanteltraining. Die roten Hanteln seien zu leicht, beschwerte sich ein Dreikäsehoch prompt. Der blaue Ersatz ließ die Arme zwar gewaltig zittern. Aber aufgeben stand selbstverständlich außer Frage.

Apropos: Was ist signalrot und klingt wie eine Tuba? Das mag sich so mancher am Stand des Musikvereins Stadtorchester Feuerbach gefragt haben: Die neuen In­strumente von Querflöte bis Posaune, die Arndt Bay und Jugendleiter Florian Hirt vorstellten, sind aus knallig farbigem Hartplastik und wegen des geringeren Gewichts und der gewissen Unempfindlichkeit besonders für Grundschüler geeignet. Und der Klang? Nicht schlecht, wie die Live-Musik am Stand bewies.

Am kuscheligen Teddy konnten Besucher Erste-Hilfe-Kenntnisse aufrischen

Einige Schritte weiter, konnten die jüngsten Gäste beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) kuschelige Teddys verarzten und die Erwachsenen ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse erproben. Der Zuspruch bei diesem 32. Höflesmarkt sei extrem gut, berichtete DRK-Sprecher Tobias Lange. Froh über die Neuauflage der Veranstaltung zeigte sich auch die Vorsitzende des Feuerbacher Bürgervereins, Ruth Mayer: Es sei vor allem schön zu sehen, dass auch viele Jüngere das Angebot gut annehmen. Im vergangenen Jahr war der Höflesmarkt aus organisatorischen Gründen ausgefallen, hatte dabei jedoch eine spürbare Lücke im Veranstaltungsjahr hinterlassen.

Umso bereitwilliger ließen sich die Gäste nun von Stand zu Stand und von Hinterhof zu Hinterhof treiben: Die beteiligten Einzelhändler lockten mit Schnäppchen und Angeboten. Dazwischen gab es originelle Unikate von Kunsthandwerkern wie der Stuttgarterin Johanna Reichert, die etwa knitze Einhörner gehäkelt hatte. Und überwiegen im unteren Teil der Festmeile gab es außerdem einige Flohmarktstände. Freilich deutlich weniger als in den Jahren zuvor, was eventuell der unsicheren Wetterlage geschuldet war, oder auch der Tatsache, dass sich zahlreiche Konkurrenzveranstaltungen am vergangenen Wochenende drängelten.

Doch auch so wurde eingekauft und entdeckt, versucht und geschlotzt. Zeit für ein Fazit: Besucherin Ursel Bayerle ließ bereitwillig in ihren Einkaufskorb blicken. Sie war mit Badeschlappen, Sonnenspray und zwei Gläser hausgemachter Marmelade fündig geworden: „Jetzt kann der Sommer ja kommen“, sagte die Markgröningerin mit Blick zum verhangenen Himmel hinauf: „Und der nächste Urlaub gleich mit!“ Falls der „nur“ auf Balkonien stattfinden sollte: Feuerbach hat nun ja schon gezeigt, was es vor Ort alles gibt.

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