Die Hockey-Frauen setzen die Erfolgswelle des Vereins fort und bleiben in der 2. Hallen-Bundesliga. Für die Feldsaison sucht das Team einen neuen Coach.
Beim HTC Stuttgarter Kickers gab es zuletzt einige sportliche Erfolge zu feiern. Dem Herrenteam gelang jüngst der Klassenverbleib in der Hallenhockey-Bundesliga, die zweite Mannschaft sicherte sich am letzten Spieltag den Verbleib in der Oberliga. Und auch die Damenmannschaft konnte feiern: Als Aufsteigerinnen gelang ihnen in der 2. Bundesliga der gleiche Erfolg. „Der Klassenerhalt zeigt, dass wir uns diesen wirklich verdient haben“, sagt Franziska Pierer von Esch. Die Erfolge der einzelnen Mannschaften wirken sich positiv auf den Verein aus: „Wenn sowohl im Damen- als auch im Herrenbereich Teams in der Bundesliga spielen, zieht das natürlich neue Spielerinnen zum HTC und gleichzeitig bleiben unsere Jugendspielerinnen dem Verein erhalten“, sagt die Frauen-Kapitänin.
Direkt im ersten Spiel legten die Kickers-Damen den Grundstein für den Nichtabstieg. Gegen den späteren Tabellenletzten und Absteiger SB DJK Rosenheim gewannen die Stuttgarterinnen mit 5:2. „Ich denke, sie haben uns nicht so stark erwartet und wir haben unsere Leistung als Team nochmals übertroffen“, sagt Pierer von Esch. Ebenso wichtig sei der 3:2-Auswärtssieg in letzter Minute beim Tabellenzweiten SC Frankfurt 1880 am 4. Spieltag gewesen. „Der hat uns mega gepusht und uns gezeigt, was in uns steckt“, sagt Pierer von Esch.
Die Stärke des Teams resultierte nicht aus individuellen Leistungen, sondern vor allem aus der Gemeinschaft und dem Zusammenspiel. Und das, obwohl die Mannschaft schon früh mit vielen Umstellungen klarkommen musste. Verletzungsbedingte Ausfälle, darunter der Ausfall von Nadija Chmiel, die eigens für die Hallenrunde aus Düsseldorf zurückgekehrt war, sowie mehrere Krankheitswellen stellten den HTC Stuttgarter Kickers immer wieder vor Herausforderungen. „Das hat uns teilweise ein bisschen aus unserem eingespielten Team der letzten Saison gebracht“, räumt Pierer von Esch ein. Zum Saisonabschluss beim TuS Obermenzing konnten die Kickers deshalb nur mit acht Spielerinnen antreten. Zwar verloren sie die Partie deutlich mit 1:8, doch der Klassenverbleib war bereits in der Vorwoche gesichert worden.
Auf dem Feld peilen die Kickers-Damen jetzt ebenfalls den Aufstieg in die 2. Bundesliga an. Nach fünf Spielen belegen sie aktuell den zweiten Tabellenplatz in der Regionalliga Süd. Zwar haben sie bereits fünf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer Obermenzing, die beiden Duelle mit dem Münchner Stadtteilclub stehen allerdings noch aus. „Uns stehen deshalb viele Türen offen“, sagt Pierer von Esch. Vor der Feldrunde, die am 18. April fortgesetzt wird, sind die Kickers-Damen jedoch auf der Suche nach einem neuen Coach. Der bisherige Trainer Helge Kerber hat seinen Lebensmittelpunkt zurück nach Köln verlegt und wird das Team deshalb nicht mehr betreuen.