Die Dörfer sind teilweise total zerstört. Foto: Carola Fuchs

Elf Feuerwehrleute aus Schwäbisch Gmünd befinden sich seit Montag im von der Hochwasserkatastrophe besonders betroffenen Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Die Eindrücke, die die Einsatzkräfte dabei beschreiben, sind schrecklich.

Schwäbisch Gmünd/Ahrweiler - Am Montag sind elf Feuerwehrleute aus Schwäbisch Gmünd in das von der Hochwasserkatastrophe besonders betroffene Ahrweiler in Rheinland-Pfalz entsandt worden. Nach zwei Tagen und Nächten Einsatz unter schwersten Bedingungen zeigen sich die Floriansjünger schockiert von den Ausmaßen der Katastrophe.

Viel Zeit zum Ausruhen hatten die Feuerwehrleute dabei nicht. So ging es am Dienstagmorgen gleich um 10.30 Uhr wieder los – eineinhalb Stunden früher als geplant. Die Helfer aus Gmünd wurden in vier Einsatzabschnitte eingeteilt und in Dörfer geschickt, die es besonders schlimm erwischt hatte. „Den Kräften vor Ort bot sich ein Bild des Schreckens“, erzählt ein sichtlich mitgenommener Sprecher der Gmünder Feuerwehr – eingestürzte Brücken, zerstörte Straßen und Häuser, manche Ortschaften seien komplett ausgelöscht worden.

Die Betroffenen sind einfach nur noch „leer“

Man könne sich nicht vorstellen, welch zerstörerische Kraft ein Fluss entwickelt, der zuvor zehn Meter breit und 60 Zentimeter tief war und sich während der Katastrophe in einen reißenden Strom von Hundert Metern Breite und acht Metern Tiefe verwandelte. „Schlagartig steht das Wasser im 1. Obergeschoss, Fahrzeuge, die wie Spielzeugautos umherfallen und übereinander liegen, Bewohner, die mit ihrem ganzen Hab und Gut vor ihrem Haus sitzen – und wenn man durch die Wohnung guckt, dann ist nichts mehr in dieser Wohnung“, schildert der Feuerwehrsprecher die schrecklichen Bilder.

Die Habseligkeiten der Bewohner liegen komplett verschlammt vor den Häusern und müssen von Baggern geborgen und von Lastern abtransportiert werden, damit die Straßen wieder befahrbar werden. Die Betroffenen seien einfach nur noch „leer, die wissen nicht was sie sagen sollen, die wissen nicht, wie es weiter geht“. Umso dankbarer seien die Bewohner für die helfenden Hände, die mit anpacken, um das Verschmutzte und Dreckige aus den Häusern zu räumen.

Die Einsatzkräfte der Gmünder Feuerwehr sind noch mindestens bis Mittwochnachmittag vor Ort und packen kräftig mit an, um die Betroffenen so gut es geht in dieser schrecklichen Situation zu unterstützen.

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