An vielen Ständen lockte Frühlingshaftes und Österliches. Foto: Werner Kuhnle

Nach drei Jahren Zwangspause hat der Pleidelsheimer Hobbykünstlermarkt wieder viele Besucher angezogen.

„Der Hobbykünstlermarkt ist gut für das Gemeindeleben“, so Doris Lok. Dass diese Aussage der Mitorganisatorin des Marktes, der von der Gemeinde jedes Jahr im Frühjahr auf die Beine gestellt wird, stimmt sieht man auf den ersten Blick. Auf den in der Festhalle aufgestellten Bierbänken sitzen Menschen und genießen das Zusammensein ebenso wie die kulinarischen Leckereien, für die der Waldkindergarten verantwortlich zeichnet. „Die dürfen nichts anderes machen als den Senfkrustenbraten, darauf warten die Leute schon“, erzählt Doris Lok mit einem Schmunzeln. Was nicht heißt, dass die anderen Speisenangebote nicht auch weggehen wie warme Semmeln, von den Leckereien am Kuchenbuffet ganz zu schweigen.

Ausstellerzahl wie vor Corona

Doch auch die verschiedenen Stände – 31 sind es dieses Mal und damit etwa so viele wie vor Corona – stoßen mit ihrem vielfältigen Angebot auf Interesse. Kein Wunder bei dem, was die Hobbykünstlerinnen und -künstler alles mit viel Fleiß und Kreativität hergestellt haben. Der Schwerpunkt liegt, jahreszeitlich bedingt, auf Österlichem: Lämmer und Eier aus Holz in allen Varianten sind ebenso zu finden wie bemalte Eier oder solche mit filigranem Lochmuster. Doch das ist längst nicht alles. Schmuck aus bunten Glasperlen oder Kaffeekapseln, Kinderkleidung in gehäkelter, gestrickter und genähter Form, außergewöhnliche Taschen, Etageren aus altem Porzellan, Schwingtiere aus Holz, handgefertigte Grußkarten oder Hundeleinen – es gibt fast nichts, das es nicht gibt.

Besucher achten mehr aufs Geld

Die Steinheimerin Helena Riek hat filigrane Häkeldecken im Angebot, aber auch nachhaltige Spültücher und umhäkelte Eier. „Häkeln entspannt mich, weil ich mich ganz auf die Arbeit konzentrieren muss“, erklärt sie. Wahlweise entspannen oder sich aufregen kann man beim Versuch, eine der Trickkisten von Wolfgang Schulte aus Altensteig aufzubekommen. „20 Minuten braucht man etwa, wenn man den Trick nicht kennt“, erklärt er.

Insgesamt, das stellen diejenigen fest, die bereits öfter in Pleidelsheim dabei waren, achteten die Leute aber schon mehr aufs Geld als früher. „Dinge, die bis fünf Euro kosten, sind okay, bei teureren Sachen wird schon länger überlegt“, sagen Sonja Ehrler und Gisela Metzger aus Ludwigsburg, die sich einen Stand teilen. Sie haben verschiedene bemalte Holzartikel und handgemachte Grußkarten mitgebracht. Auch der Termin spiele eine Rolle: „Vor Weihnachten verkauft man mehr als vor Ostern.“