Der Hitze-Tagesrekord wird gegen 20 Uhr ermittelt. Bislang liegt der Südwesten mit 37,5 Grad in Rheinfelden aber vorne. Foto: dpa/Boris Roessler

37 Grad und noch viel heißer – der wärmste Tag des Jahres lässt die Menschen schwitzen. Und es wird brandgefährlich in den Wäldern. Hitze-Spitzenreiter am Nachmittag: das südbadische Rheinfelden.

Karlsruhe - Der letzte Juli-Tag war der bislang heißeste Tag des Jahres im Südwesten. Im südbadischen Rheinfelden wurden am Freitagnachmittag (16 Uhr) 37,5 Grad gemessen. Wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) mitteilte, war dies der höchste Wert am Nachmittag in Baden-Württemberg. Bundesweit konnte demnach nur Trier mit ebenfalls 37,5 Grad mithalten. „Es kann aber noch nach oben gehen“, erklärte ein DWD-Sprecher. Der Tagesrekord sollte erst gegen 20 Uhr ermittelt werden.

Für diesen Samstag erwarten die Meteorologen noch einmal schwülheiße 31 bis 36 Grad und teils Wärmegewitter. Am Sonntag soll es dann abkühlen. Doch schon ab Mittwoch wird es im Südwesten wieder hochsommerlich warm.

Aufwärts geht es auch mit den Ozonwerten: Wie die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg mitteilte, wurden am Freitag (14 Uhr) erstmals in diesem Sommer an drei Stationen Werte über 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen: in Baden-Baden (203), Neuenburg am Rhein/Kreis Breisgau-Hochschwarzwald (195) und in Kehl/Ortenaukreis (181). Ab dem Wert wird Kindern, Älteren und Asthmatikern empfohlen, ungewohnte körperliche Anstrengungen und besondere sportliche Ausdauerleistungen im Freien zu meiden.

Trockenheit besonders gefährlich

Hitze und Dürre haben die Bodenvegetation im Wald ausgetrocknet. Forstminister Peter Hauk (CDU) warnte deshalb vor einer hohen Waldbrandgefahr und mahnte zur Vorsicht. Das Grillen auf mitgebrachten Grillgeräten im Wald sei tabu; bis Oktober gelte in den Wäldern zudem Rauchverbot. In Karlsruhe hatte das städtische Forstamt wegen der anhaltenden Trockenheit bereits am Vortag das Grillen im Wald untersagt.

Wie schnell es gehen kann, zeigt ein Flächenbrand in Mühlacker (Enzkreis): Kinder hatten dort am Donnerstagabend vermutlich mit Feuerwerkskörpern hantiert. Einer flog auf trockenes Gras und setzte 500 Quadratmeter in Brand. Die Feuerwehr rückte mit sechs Fahrzeugen und 23 Mann an, um das Feuer zu löschen. „Eine kleine Unachtsamkeit reicht aus, um einen Flächenbrand zu entfachen“, warnte die Polizei. Auch Glasflaschen und Scherben könnten durch den Brennglaseffekt einen Brand verursachen.

Im Schwarzwald-Baar-Kreis weist das Landratsamt wegen des Niedrigwassers in Flüssen, Bächen und Seen darauf hin, dass Entnahmen mit Pumpen nur mit einer wasserrechtlichen Erlaubnis gestattet sind. Wer trotzdem den Garten so aus dem Fluss wässert, muss mit Bußgeld von bis zu mehreren Tausend Euro rechnen, hieß es.

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