Die Schwäbische Waldbahn Foto: StN

Ob Schwäbische Waldbahn, das Alb-Bähnle, die Härtsfeld-Museumsbahn und auf diversen Strecken rund um Stuttgart der Feurige Elias – die Museumsbahnen in der Region starten in die Sommersaison.

Ob Schwäbische Waldbahn, das Alb-Bähnle, die Härtsfeld-Museumsbahn und auf diversen Strecken rund um Stuttgart der Feurige Elias – die Museumsbahnen in der Region starten in die Sommersaison.

Stuttgart/Welzheim - Jetzt schnaufen und dampfen, zischen, zuckeln und pfeifen sie wieder: Etliche Tourismusbahnen im deutschen Südwesten beginnen Anfang Mai mit ihrer Sommersaison. In der Region Stuttgart locken die Schwäbische Waldbahn zwischen Schorndorf und Welzheim, dann natürlich auf wechselnden Strecken der Feurige Elias und – etwas weiter im Osten der Landeshauptstadt gelegen – das Alb-Bähnle und die Härtsfeld-Museumsbahn bei Neresheim.

Eine der steilsten und schönsten Strecken im Land ist jene 22,9 Kilometer lange der Schwäbischen Waldbahn. Vor allem im oberen Abschnitt hinter Rudersberg erleben die Fahrgäste echte Eisenbahnnostalgie, gepaart mit atemberaubenden Ausblicken auf Streuobstwiesen und den dunkelgrünen Welzheimer Wald. Bei rumpelnden Fahrten im Zuckeltempo geht es über einige Viadukte. Angesichts der deutlich höheren Nachfrage haben die Betreiber die Zahl der Dampffahrten nochmals erhöht: An 17 Sonn- beziehungsweise Feiertagen bis Mitte Oktober wird das Stahlross des Typs 64 419 aus dem Baujahr 1937 vorgespannt, dazu kommen 13 Fahrtage mit der Diesellok.

Die nächsten beiden Fahrten an diesem und am kommenden Sonntag (4. und 11. Mai) geht’s mit der Diesellok voran, die nächsten Dampffahrtage sind am 18. und 29. Mai sowie am 8. und 9. Juni (Pfingsten) und am 19. Juni. Die Preise für ein Rückfahrticket auf der Gesamtstrecke liegen bei 19 Euro (Erwachsene) und 9,50 Euro (Kinder und Jugendliche) beziehungsweise bei 12 und 6 Euro (Dieselfahrten). Die Abfahrten in Schorndorf sind um 9.30, 12.30 und 16 Uhr; Rückfahrt ab Welzheim um 11.05, 14.35 und 17.35 Uhr. Die Fahrradmitnahme ist kostenlos.. Bergauf dauert’s übrigens mit 65 Minuten etwas länger, hinunter benötigt das Zügle nur 59 Minuten.

Den historischen Museumszug Feuriger Elias lässt die Gesellschaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen Stuttgart auf diversen Strecken in der Region fahren. Beispielsweise an diesem Sonntag, 4. Mai, auf der Schönbuchbahn zwischen Böblingen und Dettenhausen (Abfahrten in Böblingen um 9.51, 12.51 und 15.51 Uhr).

Eine Woche später, am Sonntag, 11. Mai, geht’s in die ehemalige Reichsstadt und Geburtsstadt des berühmten Astronomen Johannes Kepler, Weil der Stadt (Kreis Böblingen). Startpunkt ist Korntal (um 9.36, 12.36 und 15.36 Uhr). Die 22 Kilometer lange Fahrt führt über das noch befahrbare Reststück der Württembergischen Schwarzwaldbahn. Vorgespannt ist hierbei die schwere sechsachsige Güterzug-Elektrolokomotive E 94 088, die 1943 für die Deutsche Reichsbahn gebaut wurde. Wegen ihres charakteristischen Aussehens wird dieser Loktyp auch „deutsches Krokodil“ genannt.

Ebenfalls von diesem deutschen Krokodil gezogen wird der Feurige Elias auf seiner Fahrt am Pfingstmontag, 9. Juni, von Ludwigsburg über Kirchberg bis Backnang. Höhepunkt ist die Überquerung des 345 Meter langen Neckarviadukts zwischen Benningen und Marbach. Mit dem Krokodil über die Geislinger Steige geht es bei der Fahrt am Sonntag, 22. Juni, vom Bahnhof Ludwigsburg aus (Start um 9.12 Uhr).

Auf der Schmalspur unterwegs sind die Züge der Härtsfeld-Museumsbahn. Die Dampflok, wegen ihrer eigentümlichen Geräusche gern „Schättere“ genannt, hat über den Winter neue Rohre in ihren Kessel bekommen. Von Neresheim geht’s durch das frische Grün des Egautals hinab zur Sägemühle. Trotz einiger Verbesserungen im Gleisbett sorgt das hör- und fühlbare „Tack-Tack“ weiterhin für typische Eisenbahner-Atmosphäre. Am Endpunkt sind schöne Wanderungen zum Härtsfeldsee oder zur Burg Katzenstein möglich. Die nächsten Termine sind an diesem Sonntag, 4. Mai, sowie an Christi Himmelfahrt (29. Mai) mit einem Tag der offenen Lokschuppen. Am Scheitelpunkt der Geislinger Steige bei Amstetten hat das Alb-Bähnle seinen Ausgangspunkt bis zum Ziel in Oppingen. Der nächste Fahrtag der Schmalspurbahn ist der 29. Mai.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: