Sie konnten es nicht fassen: VfB-Sportdirektor Sven Mislintat (li.) und Trainer Tim Walter Foto: Baumann

Es war das denkwürdigste, das bizarrste Spiel der gesamten VfB-Hinrunde. Auch wenn es schmerzt: Vor dem Rückspiel bei Wehen-Wiesbaden blicken wir noch einmal auf den 4. Oktober 2019 zurück.

Stuttgart - Am Schluss mussten selbst die VfB-Fans lachen. Als der Ball erst zum dritten und dann zum vierten Mal an den Pfosten klatschte, ehe im direkten Anschluss zwei Wiesbadener Abwehrspieler die Kopfbälle von Silas Wamangituka und Hamadi Al Ghaddioui von der Linie kratzten. All das in der 89. Minute.

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Am Ende stand die sagenhafte Bilanz von 29 zu sechs Torschüssen. Und das niederschmetternde Ergebnis: 1:2 hatte der VfB Stuttgart am Abend des 4. Oktober als Tabellenführer gegen das bisherige Schlusslicht Wehen Wiesbaden verloren. Ein Spiel, wie es zwar immer mal wieder vorkommt, das Faszinosum Fußball an diesem Abend aber dennoch für alle unbegreiflich machte. Die VfB-Fans trieb es in den Wahnsinn. „Wir hätten wohl noch drei Stunden weiterspielen können und kein Tor erzielt“, meinte Philipp Förster. Weil die bis dahin ungeschlagenen Gastgeber erst zu lax mit ihren Torchancen umgingen, ehe der unterlegene Gegner mit jedem abgewehrtem Ball – allen voran Torhüter Heinz Lindner – über sich hinauswuchs.

Die Niederlage wurde schnell zum Boomerang für VfB-Trainer Tim Walter. „Uns wird keiner ein Bein stellen“, hatte er im Vorfeld der Partie gesagt. Danach musste er mit ansehen, wie seine Mannschaft peu a peu aus dem Tritt geriet. Nach der Hinrunde war es dann um den Trainer geschehen – Walter wurde entlassen.

Zum Rückrundenduell in der hessischen Landeshauptstadt an diesem Sonntag (13.30 Uhr) hat nun sein Nachfolger Pellegrino Matarazzo die Chance, es besser zu machen. Und die so schmerzhafte Niederlage aus dem Hinspiel auszubügeln. Vergessen werden die VfB-Fans die Partie aber wohl so schnell nicht. In unserer Bilderstrecke erinnern wir noch einmal an die kuriosesten Szenen.

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