Von Bettina HartmannStanden Sie heute Morgen schon vor dem Spiegel? Und

Von Bettina Hartmann

Standen Sie heute Morgen schon vor dem Spiegel? Und hat sich da die Haut mal wieder so richtig geschuppt? Bei mir ist das jedenfalls seit Wochen so. Besonders im Winter sind Gesichtshaut und Lippen bei vielen Menschen extrem trocken. Es spannt und juckt, manchmal reißt die Haut sogar auf. Das sieht unschön aus, ist aber vor allem unangenehm. Kolleginnen haben nun empfohlen, ich solle mehr Wasser oder Tee trinken. Das schütze die Haut vor dem Austrocknen. Doch hilft das wirklich?

Glaubt man Dermatologen, heißt die Antwort nein. Zwar ist es tatsächlich so, dass trockene Haut deshalb trocken ist, weil sie zu wenig Wasser enthält. Das liegt jedoch nicht an mangelnden Wasserzufuhr von außen. Es ist stattdessen ein inneres Problem: Die Haut schafft es nicht, genug Feuchtigkeit zu binden. Das kann viele Gründe haben. Zum einen gibt es eine Veranlagung zu trockener Haut, aber auch Heizungsluft, Winterwetter mit Kälte und viel Wind, zu viel Sonne oder zu häufiges und vor allem zu heißes Baden und Duschen lassen die Haut austrocknen. Außerdem wird mit zunehmendem Alter bei jedem die Haut dünner und trockener und somit rauer, rissiger und faltiger.

Generell kann man mit gesunder Ernährung seinem Körper und somit auch der Haut dennoch Gutes tun. Gleiches gilt natürlich auch fürs Trinken. Bei trockener Haut ist allerdings der Lipidhaushalt durcheinander geraten, das heißt, die Haut ist entfettet und kann ihren eigenen Schutzfilm nicht mehr ausreichend herstellen. Bekämpfen oder zumindest eindämmen kann man das durch intensive Pflege. Aber Vorsicht: Wer jetzt glaubt, sich Feuchtigkeitscreme ins Gesicht schmieren zu müssen, erreicht das Gegenteil. Man sollte rückfettende Produkte verwenden. Auch wenn man dadurch glänzt wie ein Affenpopo.

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