Trostlos: Hausfassade in Pristina. Viele Kosovaren reisen nach Deutschland in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Foto: agu

Keine monetären Anreize für Kosovaren schaffen, aber dennoch helfen: Europaminister Friedrich (SPD) wirbt um Ersatz für gestrichene Starthilfen. Er könnte sich vorstellen, mit Mikrokrediten Existenzgründungen, Landerwerb und Bildungsmaßnahmen zu fördern.

Stuttgart/Berlin - Der baden-württembergische Europaminister Peter Friedrich (SPD) hat beim Bundesinnenministerium für ein Wiedereingliederungsprogramm für Kosovo-Rückkehrer geworben. Dazu sollten beispielsweise die Mittel genutzt werden, die frei werden, weil Deutschland keine Reisebeihilfen und Starthilfen mehr für Kosovaren zahlt, die freiwillig zurückgehen.

„Dieses könnte auch in Form von Mikrokrediten geschehen“, schreibt Friedrich in einem Brief an Innenminister Thomas de Maizière (CDU), der den Stuttgarter Nachrichten vorliegt. Anders als bei den vor kurzem gestrichenen Starthilfen sollten keine Barauszahlungen getätigt werden, „sondern Existenzgründungen, der Erwerb von Land und Immobilien sowie Bildungsmaßnahmen gefördert“ werden, schreibt Friedrich.

Dadurch entfalle die Gefahr, monetäre Anreize zu schaffen. Bis zum Jahreswechsel haben freiwillige Rückkehrer zwischen 400 und 750 Euro allein als Starthilfe erhalten.

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