In zwei Jahren soll der Umbau abgeschlossen sein. Foto: Caroline Friedmann

Das Kinderhaus und der Gemeindesaal der Herz-Jesu-Gemeinde im Stuttgarter Osten werden saniert und umgebaut. Ende 2021 sollen die Arbeiten fertig sein.

S-Ost - Schon Ende August ist es ruhig geworden in den Räumen des Herz-Jesu-Gemeindehauses an der Schurwaldstraße im Stuttgarter Osten. Die Kinder der Kindertagesstätte sind in ihre Interimsheimat in der Heilig-Geist-Gemeinde an der Boslerstraße umgezogen. „Bis Ende November muss das Gemeindehaus geräumt sein, damit das Kinderhaus und der Gemeindesaal saniert und umgebaut werden können“, sagt Josef Laupheimer, der Pfarrer der katholischen Gesamtkirchengemeinde Stuttgart-Ost.

Im Zuge der Sanierung soll im Gemeindehaus einiges passieren. Die Kindertagesstätte wird um zwei Gruppen im Untergeschoss des Gemeindehauses erweitert und bekommt eine neue Küche. Dafür gibt die Bücherei etwas Fläche an die Kita ab, wird im Gegenzug aber modernisiert. Das Gemeindehaus erhält einen Aufzug und eine Toilette im Untergeschoss. Außerdem werden alle Räumlichkeiten brandschutzrechtlich auf den neuesten Stand gebracht und behindertengerecht gestaltet. Saal und Foyer sollen künftig gleichberechtigt von Kita und Kirchengemeinde genutzt werden.

Bücherei ist umgezogen

Während des Umbaus können die Kegelbahn und der Jugendraum nicht genutzt werden. Dafür, so Laupheimer, stünden aber Räume in anderen Gemeinden zur Verfügung. Die Bücherei, die vorübergehend in der Seitenkapelle der Herz-Jesu-Kirche untergebracht ist, ist weiterhin zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Ende November 2021 – pünktlich zum Beginn des 100. Jubiläumsjahres von Gemeinde und Kirche Herz Jesu – sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein. Dann soll das neu gestaltete Gebäudeensemble wieder seine Pforten öffnen.

Die Kosten des Bauprojekts belaufen sich auf rund 4,35 Millionen Euro. Davon übernimmt die Stadt Stuttgart etwas mehr als die Hälfte, die Gemeinde Herz Jesu muss etwa zwölf Prozent der Kosten aufbringen, also mehr als eine halbe Million Euro. Der Rest wird vom katholischen Stadtdekanat und der Diözese finanziert.

Mehr als 70 000 Euro fehlen noch

Die Gemeinde Herz Jesu selbst kann den Umbau nach eigenen Angaben finanziell nur stemmen, wenn sie einen Spendenanteil in Höhe von 75 000 Euro erreicht. „Zuletzt stand das Spendenbarometer bei 3600 Euro“, sagt Laupheimer. „Da fehlt also noch einiges.“ Um das Geld zusammenzubekommen, hat die Kirchengemeinde einen Spendenaufruf gestartet und eine besondere Aktion ins Leben gerufen: Jeder, der möchte, kann einen „Spendenstein“ kaufen, einen Holzstein, der später Teil eines großen Wandbildes werden soll. Wer auf seinem Spendenstein namentlich genannt werden will, bezahlt rund 20 Euro. Wer anonym bleiben möchte, bekommt ab zehn Euro einen Stein mit Herzsymbol. Das Mosaikwandbild aus Holzsteinen soll am Ende aus möglichst vielen Herzen und Namen bestehen und zum Sinnbild des Zusammenhalts in- und außerhalb der Kirchengemeinde werden.

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