Beim 0:2 in Berlin tritt der VfB wie ein Absteiger auf, zumindest phasenweise. Jetzt geht es nur noch um die Relegation, kommentiert Sportredakteur Gregor Preiss.
Es war unterm Strich ein abstiegsreifer Auftritt, den der VfB Stuttgart bei der 0:2-Niederlage gegen Hertha BSC bot. Verunsichert, kopflos, harmlos. Drei Spieltage vor Schluss hat sich die Mannschaft der letzten realistischen Chance auf den direkten Klassenverbleib beraubt. Vier Punkte Rückstand auf Hertha BSC sind bei Lichte betrachtet nicht mehr aufzuholen. Nicht in der derzeitigen Verfassung, in der sich das Team befindet. Die Frage, wie es nach dem kurzen Zwischenhoch mit den Siegen gegen Borussia Mönchengladbach und den FC Augsburg soweit kommen konnte, ist die eine. Die viel entscheidendere lautet: Was macht jetzt noch Hoffnung?
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Sich auf die Relegation und die vermeintliche Schwäche der Zweitligisten zu verlassen, ist spätestens seit 2019 keine gute Idee. Damals machte Union Berlin dem Bundesligisten mit klassischen Zweitligatugenden den Garaus. Insofern war das Gastspiel beim anderen Club aus der Hauptstadt ein Vorgeschmack auf das, was dem VfB in zwei möglichen Entscheidungsspielen gegen den Zweitliga-Dritten erwarten könnte: Ein aufopferungsvoll kämpfender Gegner, der körperlich bis an die Grenze des Erlaubten (und manchmal auch darüber hinaus) zu gehen bereit ist.
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Rein spielerisch dagegen zu halten, wie es Matarazzo seinen Mannen auf die Fahnen geschrieben hat, wird dann genauso wenig genügen wie am Sonntag im Olympiastadion. Und die Frage, wer beim VfB überhaupt mal wieder ins Tor treffen soll, ist noch mal eine andere. Im Moment jedenfalls scheint der VfB in vielen Bereichen (zu) limitiert. Und als ob die Aussicht nicht trostlos genug erscheint: Zwei Punkte Abstand auf Platz 17 sind auch kein Ruhekissen.