Der Fruchtkasten in Herrenberg wird ein Multifunktionshaus. Foto: © Stadtwerke Herrenberg

20.000 Euro für kulturelle Projekte rund um Geschichte, Gegenwart und Zukunft

Mit der Sanierung des Fruchtkastens entsteht in Herrenberg ein Multifunktionshaus. Mit einem Förderprogramm hatte die Stadtverwaltung aufgerufen, sich aktiv mit der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft des Fruchtkastens auseinandersetzen. Insgesamt stehen 20.000 Euro zur Verfügung, von denen bereits fünf Projekte profitieren. Weitere Förderanträge können beim Fruchtkasten-Team gestellt werden.

 

Ziel des Förderprogramms ist es den Dialog rund um den Fruchtkasten und eine kreative Auseinandersetzung mit allen verknüpften Themen in der Bevölkerung zu fördern – die folgenden Projekte zeigen, wie vielfältig dieser Ansatz umgesetzt wird.

Fruchtkasten-Gedichte

Anne Abelein, freie Literatur- und Kunstwissenschaftlerin sowie freie Journalistin, setzt sich lyrisch mit Herrenberger Orten, der Stadtgeschichte, historischen Persönlichkeiten und dem Fruchtkasten auseinander. Gedichte veröffentlicht sie auf dem hierfür eingerichteten Instagram-Account @fruchtkastenlyrik_anne.abelein.

Zudem bietet sie am 18. April und 16. Mai von 17 bis 21 Uhr eine Literatur-Werkstatt im Klosterhof an, wo von Lyrik über Slam-Poetry bis hin zu Mundart alles geschaffen werden kann.

Beim ersten Termin stehen Schreibübungen im Mittelpunkt, die den Einstieg in das kreative Arbeiten erleichtern. Zuhause können die lyrischen Ansätze für die gewählten Themen weiterentwickelt werden, um die Entwürfe beim zweiten Termin zu präsentieren und konstruktives Feedback zu erhalten.

Die Ergebnisse werden bei einer Lesung am 13. Juni im Klosterhof vorgetragen. Anmeldungen für den Workshop sind unter Anneabelein@gmx.de möglich.

Herrenberg erzählt – Ein multimediales Stadtgedächtnis

Die Geschichte Herrenbergs soll durch die Augen der Bürgerinnen und Bürger dank einer interaktiven Medieninstallation erlebbar gemacht werden. Daniel Gührer vom Studio Nische lädt Bürgerinnen und Bürger jeden Alters ein, private Fotos aus ihrem Leben in Herrenberg an ihn unter post(at)studio-nische.de einzureichen und die dazugehörigen Geschichten zu erzählen.

Diese werden eingesprochen und per Kopfhörer abspielbar gemacht. Dank einer interaktiven Medieninstallation werden die Erinnerungen im Fruchtkasten inszeniert. Die Installation verbindet analoge Erinnerungen mit moderner Technologie und macht das kollektive Gedächtnis der Stadt sichtbar.

Weitere Projekte

Im Rahmen eines Kunstprojekts wird die Ballettschule Tabea drei Künste auf einzigartige Weise vereinen: Musik, Tanz und bildende Kunst. Die ausdrucksstarken Bilder der Stuttgarter Künstlerin Isabelle Hannemann werden dabei in einer besonderen Form „in Bewegung“ präsentiert und durch eine Live-Band sowie tänzerische Darbietungen ergänzt und in Szene gesetzt.

Zudem ist eine Workshop-Reihe „Wer lebt denn da auf der Streuobstwiese?“ geplant.

Der Workshop verbindet Naturerfahrung mit künstlerischem Ausdruck: Auf der Streuobstwiese erleben Kinder mit allen Sinnen, was dort lebt und wächst. An einem der Workshoptermine werden großformatige Windspiele erstellt.

Als fünftes Projekt ist geplant, dass Schülerinnen und Schülern des Andreae-Gymnasiums selbstständig Inhalte für Kostümführungen zum Fruchtkasten erarbeiten. Im Zentrum des Projekts steht die aktive und forschende Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte. Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen dabei in historische Rollen und machen Geschichte lebendig erfahrbar.

Förderung weiter möglich

Fördermittel stehen noch zur Verfügung. Schulen und Kindergärten, Vereine, Organisationen und Privatpersonen können sich daher noch mit ihrer Projektidee beim Fruchtkasten-Team bis Ende 2026 melden. Alle Projekte müssen spätestens bis zum 30. März 2027 abgeschlossen und deren Dokumentation/Verwendungsnachweis vorgelegt werden.

Weitere Informationen und das Bewerbungsformular sind zu finden unter: www.herrenberg.de/fruchtkasten/förderprogramm

Bei uns daheim

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