Horst Steffen gibt als Trainer bei den Kickers die Richtung vor Foto: Baumann

Musikschüler präsentieren gegen Duisburg einen Song, der auch die Spieler motivieren soll.

Eine Überraschung steht am Samstag schon fest: Vor dem Spiel in der ­dritten Fußballliga der Stuttgarter gegen den MSV Duisburg werden rund 1000 Jungs und Mädchen der Musikschule Filderstadt einen eigens kreierten Kickers-Song vorstellen. Welchen – das bleibt so lange ein Geheimnis. Genau wie die Aufstellung des Trainer Horst Steffen, der sagt: „Auch da kann es Überraschungen geben.“

Unabhängig davon, wer spielt, will seine Mannschaft auf dem Platz aber den Ton angeben, um im Bild zu bleiben. „Deshalb war es gut, dass wir nach den zwei sieglosen Spielen in Chemnitz und gegen Bielefeld bei Fortuna Köln gewonnen haben“, gibt Steffen zu, „so gehen wir mit einem anderen Selbstverständnis in die Partie.“ Soll heißen: mit mehr Selbstvertrauen. Das sollte auch durch die erneut gut gefüllten Ränge im Gazi-Stadion gestärkt werden – und durch die Aussicht, mit zwei Siegen innerhalb von vier Tagen (am Dienstag steht noch das Nachholspiel gegen Halle auf dem Programm) auf einen der Aufstiegsränge zu klettern. „Natürlich wollen wir versuchen, mit einem Sieg auch Werbung in eigener Sache zu machen“, sagt der Trainer, der aber inzwischen überzeugt davon ist, dass die Zuschauer schon alleine wegen der Art und Weise, wie die Kickers Fußball spielen, gerne ins Stadion kommen.

Offen ist am Samstag nicht nur, ob der Kapitän Enzo Marchese (Rückenprobleme) zum Einsatz kommen kann, sondern wieder einmal auch die Formation im Angriff, in dem Steffen schon bei Fortuna Köln gewechselt hatte. Dort war Manuel Fischer der Leidtragende, was nicht heißt, dass dies nun wieder der Fall sein wird. „Ich orientiere mich da auch an der Defensive des Gegners und schaue, wer von unseren Spielern am erfolgversprechendsten ist.“ In Köln gegen eine eher unbewegliche Innenverteidigung hat das mit dem schnellen Randy Edwini-Bonsu als Torschütze gut geklappt.

Und nun? Eines soll jedenfalls unbedingt vermieden werden: dass es gegen Duisburg eine unliebsame Überraschung auf dem Platz gibt.