Winterliche Idylle – ein Bild aus dem Jahr 2023. Derzeit beschäftigt die Heimsheimer die Frage: Wie geht es mit der Stadtkernsanierung weiter? Foto: Andreas Gorr

Die Frist läuft im Frühjahr aus: Damit sind die Fördermittel für Stadtkernerneuerung von Heimsheim in Gefahr.

„Stadtkernerneuerung droht im Stillstand zu versanden“ und das „Land setzt Gemeinderat ein Ultimatum“ heißt es in einer Pressemitteilung, die der Heimsheimer Bürgermeister Jürgen Troll einen Tag vor einer Sitzung des Gemeinderats, bei dem dieses Thema auf der Tagesordnung stand, verschickt hat. Die städtebauliche Erneuerung des Stadtkerns stecke in einer kritischen Phase. Politische Vorbehalte im Gemeinderat bei verwaltungsinitiierten Vorhaben hätten den Prozess ins Stocken gebracht, heißt es in der Mitteilung. Die Frist für die bewilligten Fördermittel des Landes für die vor Jahren gestartete Stadtkernerneuerung läuft im Frühjahr 2026 aus.

 

In der Mitteilung ist von einem „Ultimatum“ des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen die Rede, wonach die Stadt jetzt Maßnahmen benennen und der Gemeinderat zentrale Investitionsmaßnahmen beschließen müsse, damit die Fördermittel auch noch nach dem 30. April 2026 fließen könnten. Offenbar unwiederbringlich verloren scheinen die Fördermittel für die Modernisierung des Schleglerkastens zu sein. Die Stadt müsse das bereits gewährte Geld zurückzahlen.

Der Bürgermeister beklagt die „Blockadehaltung des Gemeinderats“, die dazu geführt habe, dass eine Mehrheit des Gremiums im Zuge der Haushaltsberatungen 2025 geplante 20 000 Euro für die Untersuchung des Sanierungsaufwands beim Graevenitz’schen Schloss gestrichen habe, weil damit vermeintlich die Planung für ein neues Rathaus verhindert werden sollte. Allerdings bewilligte das Gremium dann im Mai 2025 diese Mittel zur Untersuchung des Schlosses. Die Ergebnisse sollen jetzt vorgestellt werden. Und im September bewilligte der Gemeinderat Geld für weitere Planungen zur Belebung des Schlosshofes.