Der Auftakt: bereits zum Neujahrsempfang besuchte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (zweiter von rechts) zusammen mit seiner Frau Gerlinde Winnenden Foto: /Gottfried Stoppel/Archiv

Die Bilanz des Landesfestes in Winnenden fällt gut aus – trotz permanent schlechten Wetters. Über das Jahr zählten die Veranstalter rund 128 000 Besucher und sprechen von einem vollen Erfolg.

Winnenden - Von wegen Winnender Wonnetag: Am 4. und 5. Mai war es so kalt, dass Akkus in Smartphones und Digitalkameras im Nieselregen ihren Geist aufgaben. Anders als die vielen Beschäftigten der Stadt, die ihren Kolleginnen und Kollegen vom Kulturamt tatkräftig zur Seite standen und überall in Winnenden Aufgaben übernahmen. Die Kulturamtsleiterin Sybille Mack, verantwortlich für das Fest und die gesamten Heimattage Baden-Württemberg in Winnenden, ließ sich nicht den Mut nehmen: „Hauptsache, die Stimmung ist gut.“

Schweißtreibender „Handdruckspritzenwettbewerb“

Und das war sie dann auch, nicht nur während dieses ersten Highlights der Heimattage, die im Januar mit den Konzerttagen – 4100 Besucher – begonnen hatten und mit dem Amateurtheaterpreis Lamathea im November endeten. Zum Wonnetag-Wochenende kamen rund 26 000 Besucher, unter anderem zum großen SWR1-Konzert auf dem Kärcher-Areal, wo unter anderem das Duo Glasperlenspiel auftrat. Gut besucht war auch die Leistungsschau, auf der sich die örtliche Wirtschaft präsentierte.

Nur wenig später, vom 30. Mai bis zum 2. Juni, ging das Heimattage-Programm mit den Historischen Feuerwehrtagen und dem Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Albertville weiter. 9200 Besucher kamen zur Oldtimerausstellung und dem „Handdruckspritzenwettbewerb“ in die Altstadt, wo Zuschauer sich an den alten Geräten versuchen durften. Die folgende Musiknacht mit Beteiligung vieler Winnender Musikgruppen und einer Delegation aus Albertville, der 300 Personen angehörten, war ebenfalls sehr gut besucht. Hier wurden von den Veranstaltern rund 1500 Feiernde gezählt.

Das Miteinander zum Motto gemacht

Pünktlich zu den Landesfesttagen vom 6. bis 8. August bedeckte sich der Himmel und beim Umzug durch die Altstadt, an dem der Ministerpräsident Winfried Kretschmann teilnahm, regnete es wieder – nur war es nicht so kalt wie im Mai. Und erneut ließen sich die Winnender und ihre Gäste nicht die Stimmung vermiesen. 15 000 Besucher wurden an diesem Wochenende gezählt.

„Miteinander.leben“ lautete das Motto der Heimattage in Winnenden. Dabei zog sich das Miteinander nicht nur als roter Faden durch das Programm, es wies darüber hinaus auch auf eine Besonderheit der Stadt hin: ihren integrativen Charakter. Seit mehr als 150 Jahren ist hier die Paulinenpflege zu Hause, besteht im Schloss ein Psychiatrisches Landeskrankenhaus, das aus der Heilanstalt hervorgegangen ist, die ebenfalls im 19. Jahrhundert gegründet worden war.

Heimattage 2021 in Sinsheim

Das Fazit der Veranstalter zu den gesamten Heimattagen fällt durchaus positiv aus. „Die Heimattage Baden-Württemberg in Winnenden waren ein großer Erfolg. Sie boten mit rund 175 Veranstaltungen für insgesamt rund 128 200 Besucher aus nah und fern ein buntes und abwechslungsreiches Programm, das landesweite Beachtung gefunden hat“, heißt es in der Bilanz der Stadt. Die Kosten betragen insgesamt rund 100 000 Euro, nach Abzug der Zuschüsse des Landes und Sponsorenbeiträgen sowie weiterer Erträge aus Eintrittsgeldern bleibt der Stadt Winnenden noch ein Betrag von 240 000 Euro – ohne Personalkosten.

Die nächsten Heimattage Baden-Württemberg finden in Sinsheim im Rhein-Neckar-Kreis statt. Das Motto lautet dort: „Sinsheim feiert“.

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