Egal ob Tag oder Nacht, ob Ostern oder Weihnachten: Der Rettungsdienst ist im Einsatz um Leben zu retten. Der Rotary Club Esslingen-Neckarland hat darum den Rettungskräften am Klinikum Esslingen an Heiligabend mit kleinen Geschenken gedankt.
Zwanzig Personen im Tagesdienst, zehn in der Nacht – die Männer und Frauen vom Rettungsdienst am Klinikum Esslingen sind rund um die Uhr im Einsatz, auch an Heiligabend und den Weihnachtsfeiertagen. Einige seien sogar an allen drei Tagen im Dienst, sagt Rettungsdienstleiter Daniel Rittner – denn Erkrankungen, Verletzungen und Unfälle gibt es nicht nur werktags. Kurzzeitig war auch am Morgen des 24. Dezembers fraglich, ob überhaupt jemand in der Rettungswache anwesend sei, so Rittner. Dabei war um 10 Uhr eine Besuchergruppe des Rotary Clubs Esslingen-Neckarland angekündigt, die sich für den Einsatz der Rettungskräfte bedanken wollte. Kurz zuvor seien die Krankenwagen aber wieder nacheinander von ihren Einsatzorten zurückgekehrt.
Dann erhielten sie blaue Taschen mit kleinen Geschenken gefüllt, Lebkuchen, ein Piccolo-Fläschchen Sekt, eine Taschenlampe und ein paar weitere Kleinigkeiten. Diese wurden je zur Hälfte mit Spenden von Firmen und Rotary-Mitgliedern zusammengestellt – als Dank dafür, was die Einsatzkräfte „das Jahr über leisten und dass Sie immer für uns da sind“, sagte Stefan Eberspächer vom Rotary Club. Im Anschluss demonstrierten die rund 20 Mitarbeitenden des Rettungsdienstes den Gästen, unter denen auch ein paar Kinder waren, ihre Arbeit und zeigten das Innere eines Krankenwagens.
„So etwas passiert uns sehr selten“, sagte Rettungsdienstleiter Rittner. Immer mal wieder gebe es Geschenke und Dankbarkeit von Angehörigen der Patienten, aber größere Aktionen gebe es kaum. Die Einsatzkräfte im Rettungsdienst erlebten in den vergangenen Jahren, vor allem in der Coronapandemie, Wellen der Dankbarkeit. Das sei aber leider nicht nachhaltig. Im Alltag erfuhren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft einen Mangel an Rücksichtnahme und Respekt, beispielsweise werde ihnen im Rettungseinsatz teilweise kein Platz gemacht. Teilweise schlage ihnen wie auch anderen Einsatzkräften Aggressivität entgegen. „Schön, dass Sie an uns denken“, sagte Rittner den Mitgliedern des Rotary Clubs.