In Heilbronn kann man künftig ein Zeugnis der Universität München erwerben. Foto: Wilhelm Mierendorf

Ein neue Stiftung finanziert den Münchner Technische-Uni-Außenposten in Heilbronn. Der entsprechende Vertrag ist am Mittwoch unterzeichnet worden. Die 20 Stiftungsprofessuren würden durch den Geldgeber, die Dieter-Schwarz-Stiftung, nicht beeinflusst, betont der Präsident der Münchner TU.

Heilbronn - Die Kooperation ist unter Dach und Fach. Vertreter der Technischen Universität München (TUM) und der Dieter-Schwarz-Stiftung haben am Mittwoch in Heilbronn den Vertrag über eine neue Stiftung besiegelt, der den Heilbronner Hochschulcampus dauerhaft zu einer Außenstelle der TUM macht. Die von der Schwarz-Stiftung finanzierte Stiftung übernimmt künftig die Kosten für 20 wirtschaftswissenschaftliche Professuren inklusive Ausstattung und Infrastruktur.

Der Großteil dieser Professuren soll einer Mitteilung zufolge auf dem neuen TUM-Campus in Heilbronn angesiedelt werden, sieben Professuren ergänzen fortan das Angebot der TUM School of Management in der bayrischen Landeshauptstadt. Künftig ist es möglich, in Heilbronn ein Münchner Universitätszeugnis zu erwerben. Damit sei man dem Ziel, das Studienangebot in Heilbronn bestmöglich abzurunden, ein Stück weit näher gekommen, sagte Reinhold Geilsdörfer, der Geschäftsführer der Dieter-Schwarz-Stiftung.

Die TUM wird damit zur größten BWL-Fakultät Deutschlands

Die TUM sieht sich durch die Vertragsunterzeichnung bestätigt in ihrer Entscheidung, eine Wirtschaftsfakultät auf Fragen der Technologie auszurichten. Das habe bei der Gründung 2002 als Risiko gegolten, erklärte Wolfgang Herrmann, der TUM-Präsident. „Nun wird sie die größte BWL-Fakultät Deutschlands.“ Dabei seien die Stiftungsprofessuren an keinerlei Auflagen gebunden. „Weder die Ausrichtung noch die Berufungen und Lehrinhalte werden durch die Stiftung beeinflusst“, betonte Herrmann. Die Stiftungsprofessuren sind vorerst auf 30 Jahre befristet. Sie sollen sich mit den wirtschaftswissenschaftlichen Bereichen Wandel durch Digitalisierung, Familienunternehmen und Unternehmensgründungen befassen. Die Schwarz-Stiftung hatte mit vier Universitäten über eine Kooperation verhandelt, darunter war auch die Uni Mannheim. cls

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