Keflavik in Island: Heiko Maas (SPD) verabschiedet sich nach einem Tankstop von einem isländischen Polizisten. Das Tanken lief nicht ohne Probleme ab. Foto: dpa

Zum vierten Mal innerhalb weniger Monate ist der deutsche Außenminister von Pannen betroffen. Nach der Sitzung des UN-Sicherheitsrats in New York stehen Maas weitere Flüge bevor.

New York - Heiko Maas hat einfach kein Glück: Zum vierten Mal innerhalb weniger Monate ist der deutsche Außenminister von Problemen bei der Luftwaffe betroffen gewesen. Erst musste er am Montag wegen eines Defekts noch vor dem Abflug den Flieger wechseln, dann gab es bei einem geplanten Zwischenstopp auf Island Schwierigkeiten bei der Betankung des Ersatzfliegers. Maas kam deswegen am Montagabend (Ortszeit) mit mehr als zwei Stunden Verspätung in New York an, wo er am Dienstag an einer Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen teilnimmt.

Der SPD-Politiker wollte am Montagnachmittag eigentlich in einem Airbus A321 zu einer Reise in die USA und Kanada aufbrechen, doch wegen eines Defekts musste die bereits auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel wartende Maschine am Boden bleiben. Techniker hatten einem „Spiegel“-Bericht zufolge ein kleines Leck an der Tragfläche entdeckt, aus dem Kerosin austrat. Maas trat seine Reise stattdessen mit knapp einer Stunde Verspätung in einer kleineren Ersatzmaschine vom Typ Airbus A319 an.

Alle mussten aussteigen

Doch damit nicht genug: Als die Maschine in der isländischen Hauptstadt Reykjavik planmäßig zum Auftanken zwischenlandete, kam es zur nächsten Verzögerung. Nachdem das Flugzeug bereits eine Weile auf dem Rollfeld gestanden hatte, meldete der Pilot Probleme

beim Betanken. Ein anderer Tankwagen sollte den Minister-Flieger daraufhin mit ausreichend Sprit für den restlichen Flug nach New York versorgen. Dafür mussten allerdings aufgrund von Sicherheitsvorschriften alle Insassen die Maschine verlassen, sie wurden nach und nach in Bussen zum Terminal gebracht. Maas verbrachte die Wartezeit mit dem Rest der Delegation in der Lounge von Icelandair, bis die Crew der Luftwaffe das Signal gab, dass es weitergehen konnte. Gut zweieinhalb Stunden hinter dem Zeitplan startete die Delegation schließlich wieder von Reykjaviks Flughafen Keflavik.

Pannenserie der Regierungsflieger

Die Regierungsflieger haben eine Pannenserie hinter sich, die zuletzt mehrfach den Außenminister traf. Auf seiner Nordamerika-Reise stehen Maas noch mehrere Flüge bevor: Nach der Sitzung des UN-Sicherheitsrats will der Außenminister am Dienstag weiter nach Toronto fliegen, wo ein Treffen mit seiner kanadischen Amtskollegin Chrystia Freeland auf dem Programm steht.

Am Mittwoch geht es für den Minister weiter in das kanadische Arktisterritorium Nunavut, wo Maas mit den Einwohnern über die Folgen des Klimawandels sprechen will. „In der Arktis schreitet der Klimawandel besonders schnell voran, einschneidende Veränderungen in den nächsten Jahrzehnten lassen sich dort bereits erahnen“, erklärte Maas vor seiner Abreise. Am Freitagfrüh wird der Minister schließlich zurück in Berlin erwartet - wenn alles gut geht.

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