In der Marktstraße hat es zuletzt so häufig gekracht, dass das Landratsamt intervenieren musste. Foto: Archiv (avanti/Ralf Poller)

In Steinheim (Kreis Ludwigsburg) hat es auf der Ortsdurchfahrt einige Kollisionen gegeben. Die Ursache ist stets dieselbe. Nun greift das Landratsamt ein.

Es ist wahrlich kein Zuckerschlecken, sich durch die schmale Marktstraße in Steinheim zu manövrieren. Insbesondere breite Autos können sich im Begegnungsverkehr nur mit Ach und Krach aneinander vorbeischieben. Noch kniffliger wird es, wenn obendrein Fahrzeuge seitlich in einer der knapp bemessenen Parkbuchten abgestellt sind – und teilweise leicht in die Fahrbahn ragen. Angesichts dieser Gemengelage war es fast nur eine Frage der Zeit, bis die Zahl der Kollisionen aus dem Ruder läuft. Dieser Punkt ist nun tatsächlich erreicht.

 

„Vor zwei Wochen wurde uns mitgeteilt, dass die Marktstraße zu einem Unfallschwerpunkt auserkoren wurde“, verkündete der Bürgermeister Thomas Winterhalter in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Es habe mittlerweile sogar ein gemeinsamer Ortstermin mit der Polizei und dem Landratsamt stattgefunden. „Wir sind schon gespannt, welche Maßnahmen auf der Strecke zwischen dem Kohlereck und der Lammgasse, wo es sich konzentriert hat, ergriffen werden, um die Lage zu entschärfen“, sagte der Rathauschef.

Zum Glück nur Blechschäden

Der Steinheimer Bürgermeister Thomas Winterhalter ist gespannt, was die Behörden vorschlagen, um die Zahl der Unfälle zu reduzieren. Foto: Archiv (privat)

Glücklicherweise sei bei all den Kollisionen niemand verletzt worden, sondern nur Blechschäden zu verzeichnen gewesen. Aber die Häufung an Unfällen sei schlicht „massiv“.

Diese Einschätzung bestätigt Marianne Harr, Pressesprecherin des Landratsamts in Ludwigsburg. „Für die Unfallauswertung 2024 wurden uns sieben gleichartige Unfälle gemeldet. Damit liegt ein Unfallschwerpunkt vor“, erklärt sie. Das Muster war dabei identisch. „Die uns gemeldeten Unfälle entstanden alle im Zusammenhang mit parkenden Fahrzeugen im Seitenraum der Marktstraße“, erläutert Harr. Beispielsweise wurden bei geparkten Autos Spiegel abgefahren.

Lösung noch nicht fix

Die große Frage ist, was das Landratsamt dagegen unternehmen wird. Fest steht das noch nicht. Man befinde sich in der Abstimmung mit der Stadtverwaltung, konstatiert Harr. Es wäre aber keine Überraschung, wenn es einem Teil der Parkplätze an den Kragen gehen würde. „Als mögliche Lösung käme gegebenenfalls ein Entfall von Parkmöglichkeiten auf einer Seite der Straße in Betracht“, sagt nämlich die Pressesprecherin.

Die Verantwortlichen bei der Behörde müssen bei ihrer Entscheidung allerdings nichts überstürzen. Aktuell und bis voraussichtlich Ende August ist die Marktstraße ohnehin wegen Arbeiten am Leitungsnetz gesperrt.