Das Sturmgewehr G36 steht beim Waffenhersteller Heckler&Koch in einem Ausstellungsraum in Oberndorf. Foto: dpa

Der Waffenhersteller Heckler & Koch hat in jüngster Zeit mit roten Zahlen zu kämpfen. Nun hat das Unternehmen aus Oberndorf einen Großauftrag erhalten.

Oberndorf - Der mit roten Zahlen kämpfende Waffenhersteller Heckler & Koch hat einen Großauftrag erhalten. Das Unternehmen sei von Norwegens Verteidigungsministerium mit der Lieferung von Sturmgewehren und Zubehör beauftragt worden.

Der Auftrag im Wert von 22 Millionen Euro über drei Jahre starte noch 2019, teilte Heckler & Koch am Dienstag in Oberndorf mit. Das Unternehmen steht unter Druck: In den ersten drei Quartalen 2018 machte es einen Verlust von vier Millionen Euro bei einem Umsatz von rund 164 Millionen Euro. Zudem ist die Schuldenlast relativ hoch.

Heckler & Koch ist einer der bekanntesten Handfeuerwaffen-Hersteller der Welt. Neben der Bundeswehr setzen Armeen aus Spanien, Großbritannien oder Litauen auf die Waffenschmiede aus Baden-Württemberg. Auch Norwegen war schon zuvor H&K-Kunde.

Vertrag erhöht Chancen auf Berliner Auftrag

Wichtig ist für die Firma zudem eine Ausschreibung des Bundes, um für die Bundeswehr 120 000 neue Sturmgewehre für 245 Millionen Euro zu beschaffen. Hier hat H&K gute Chancen, die Wettbewerber Sig Sauer und Rheinmetall mit Steyr Mannlicher machten in dem Vergabeverfahren Rückzieher.

Durch den Vertrag mit Oslo könnten sich die Chancen auf den Berliner Auftrag etwas erhöht haben - Referenzaufträge aus anderen Staaten sind in der Waffenbranche sehr wichtig.

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