Der Angeklagte aus Kirchzarten bei Freiburg hatte zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Hechingen gestanden, zwischen 2009 und 2019 mehrere Banken unter anderem in Villingen-Schwenningen und Rastatt überfallen zu haben. Foto: dpa/Patrick Seeger

Sie hatten Todesängste erlitten, einige von ihnen kämpften mit Angstzuständen und Alpträumen. Die Überfälle eines 80-Jährigen hatten für Bankangestellte gravierende Folgen. Jetzt wurde der Mann verurteilt.

Hechingen - Ein 80 Jahre alter Serienbankräuber ist vom Landgericht Hechingen zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Überfälle hätten für die Bankangestellten zum Teil gravierende Folgen gehabt, sagte der Vorsitzende Richter Hannes Breucker am Donnerstag. Sie hätten Todesängste erlitten, einige von ihnen kämpften mit Angstzuständen und Alpträumen.

 

Der Angeklagte aus Kirchzarten bei Freiburg hatte zum Prozessauftakt gestanden, zwischen 2009 und 2019 mehrere Banken unter anderem in Villingen-Schwenningen und Rastatt überfallen zu haben. Anfang Mai wurde er nach einem Überfall in Balingen (Zollernalbkreis) verhaftet. Der Mann ging bei seinen Überfällen immer nach einem ähnlichen Schema vor: Er betrat die Banken mit einer Bombenattrappe und überreichte den Mitarbeitern ein Schreiben, in dem er Geld forderte. In drei Fällen kamen die Angestellten dem nach.

Das Gericht folgte beim Strafmaß wegen schwerer räuberischer Erpressung der Forderung des Staatsanwalts. Der Verteidiger hatte in seinem Plädoyer keine konkrete Zahl genannt, sich aber für einen kürzeren Zeitraum ausgesprochen. Sowohl der Staatsanwalt als auch der Verurteilte gaben nach dem Urteil an, keine weiteren Rechtsmittel einlegen zu wollen. Das Urteil ist damit rechtskräftig.