Klare Ansage: Der Handball-Trainer von Bundesliga-Absteiger HBW Balingen-Weilstetten, Markus Gaugisch Foto: Pressefoto Baumann

Markus Gaugisch,Trainer des sportlich abgestiegenen HBW Balingen-Weilstetten, glaubt, dass die Hamburger Handballer eine Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten. Deshalb plant er nur für die zweite Liga.

Balingen - Es ging um nichts mehr. Schon vor dem 29:29 (15:12) im letzten Saisonspiel gegen den TBV Lemgo hatte der sportliche Abstieg des HBW Balingen-Weilstetten aus der Handball-Bundesliga festgestanden. Dennoch ließ sich die Mannschaft nicht hängen. „Meine Spieler haben noch einmal Charakter gezeigt“, sagte Markus Gaugisch.

Der HBW-Trainer plant ausschließlich für die zweite Liga. Dass es bei der Nichterteilung der Lizenz für den HSV Hamburg bleibt, glaubt Gaugisch nicht: „Ich rechne damit, dass Hamburg die Gelder zusammenbekommt und die Lizenz erhält.“ Mit einer Entscheidung ist erst auf der außerordentlichen Präsidiumssitzung der Handball-Bundesliga (HBL) am 3. Juni zu rechnen. „Es wird aber auch keine Jubelparty geben, wenn wir über die Hintertür doch noch drinbleiben würden“, sagte Gaugisch.

Er konzentriert sich lieber auf die Personalplanungen, die spätestens zum Trainingsbeginn am 1. Juli abgeschlossen sein sollen. Schon länger klar waren die Abgänge von Torwart Bastian Rutschmann (Rhein-Neckar Löwen) sowie den Feldspielern Kai Häfner (TSV Hannover-Burgdorf), Daniel Wessig (TV Neuhausen), Florian Billek (HSC 2000 Coburg), Benedikt Brielmeier (DJK Rimpar) und Frank Ettwein (Karriereende). Seit der vergangenen Woche steht auch fest, dass Roland Schlinger (HC Apla Hard) und Manuel Liniger (Ziel unbekannt) gehen werden. Torwart Nikolas Katsigiannis wird in der zweiten Liga nicht für Balingen spielen. Auch ein Verbleib von Christoph Theuerkauf (gültiger Vertag nur für die erste Liga) dürfte nur schwer zu realisieren sein.

Als Zugänge fix sind Torwart Radivoje Ristanovic (Partizan Belgrad), Rückraumspieler Yann Polydore (Nancy HB) und Rechtsaußen Dennis Wilke (TuS N-Lübbecke). „Wir werden ein hungriges Team haben, das Gas gibt“, verspricht Gaugisch. „Wir streben den Wiederaufstieg an, doch es wird nicht einfach, das weiß ich aus eigener Erfahrung.“ Gaugisch war vor einem Jahr mit dem TV Neuhausen abgestiegen und danach ein halbes Jahr in der zweiten Liga tätig.

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