Das war’s für Markus Gaugisch: Der HBW sich von seinem Trainer getrennt. Foto: Baumann

In der vergangenen Saison erzielte Markus Gaugisch das beste Ergebnis des HBW Balingen-Weilstetten in der Handball-Bundesliga. Nun muss der Trainer gehen. Vorerst übernimmt Assistent Eckard Nothdurf.

Balingen - Das 24:25 gegen Aufsteiger TVB 1898 Stuttgart war eine Niederlage zu viel: Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten hat sich am Dienstag von Trainer Markus Gaugisch getrennt. „Wir sehen unser Saisonziel Klassenverbleib stark gefährdet. Wir haben versucht, eine gemeinsame Vorgehensweise zu finden, konnten aber keinen gemeinsamen Weg finden“, sagte Geschäftsführer Wolfgang Strobel. Gaugisch trug das Aus mit Fassung: „Ich muss das akzeptieren. Wir haben 6:28 Punkte, das ist zu wenig, ich hoffe, dass der HBW drin bleibt.“

Gaugisch stand schon vor der Niederlage gegen den TVB in der Kritik. Er kitzle zu wenig aus der nominell besten Mannschaft der vergangenen Jahre heraus, hieß es hinter vorgehaltener Hand. Er sei zu sehr Kumpel, zu wenig harter Hund und Motivator. „Ich gehe meinen Weg, damit war ich in der vergangenen Saison sehr erfolgreich“, hielt Gaugisch entgegen. Mit 31 Punkten und Platz elf erzielte der 41-Jährige das beste Ergebnis der HBW-Geschichte, nachdem er im Januar 2014 das Balinger Team von Rolf Brack übernommen hatte – in einer ähnlich prekären Situation wie aktuell.

Baur und Stevic mögliche Kandidaten

Eine Rückkehr des Schweizer Nationaltrainers ist kein Thema. Zunächst wird Co-Trainer Eckard Nothdurft das Team betreuen. Wie lange, das ließ Strobel offen: „Klar ist, wir suchen keinen Feuerwehrmann, sondern jemanden, der über die Saison hinaus zum HBW passt.“ Mögliche Kandidaten sind Markus Baur (Kadetten Schaffhausen) und Aleksandar Stevic (TV Neuhausen).

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