Erfolgreicher Start: HBW-Trainer Markus Gaugisch Foto: Baumann

Handball-Bundesligist HBW Balingen-Weilstetten hat nach dem THW Kiel auch den HSV Hamburg geschlagen. Trainer Markus Gaugisch bleibt trotz des Traumstarts mit 7:3 Punkten auf dem Boden – er weiß aber auch: Im Angriff hat seine Mannschaft noch großes Steigerungspotenzial.

Balingen - Rhein-Neckar Löwen Erster. Frisch Auf Göppingen Zweiter. HBW Balingen-Weilstetten Dritter. Auf die aktuelle Tabellenspitze angesprochen, entfährt es Markus Gaugisch spontan: „Baden-Württemberg Oberliga!“ Balingens Trainer muss selbst lachen. Das Trio spielt nicht in der vierthöchsten Spielklasse, sondern in der Handball-Bundesliga. Und sein sportlich eigentlich abgestiegener HBW ist dabei die große Überraschung. 7:3 Punkte stehen zu Buche. Zum Vergleich: Als Gaugisch zur Jahreswende Rolf Brack ablöste, fand er eine Bilanz von 8:32 Punkten vor (am Ende waren es 19:49). Klar hängt viel vom Spielplan ab, vier der ersten fünf Spiele durfte Balingen zu Hause austragen. Aber dass nach der 22:21-Sensation gegen den deutschen Meister THW Kiel nun mit dem gleichen Ergebnis der Vorjahres-Vierte HSV Hamburg besiegt wurde, konnte keiner erwarten.

Das weiß auch Gaugisch. Dennoch spricht er hartnäckig von der viel zitierten Momentaufnahme. „Wir müssen realistisch bleiben“, sagt der HBW-Coach, „wir hatten Glück, Kiel in der Anfangsphase der Saison zu bekommen, und auch Hamburg muss sich erst noch finden.“ Was ihn aber optimistisch stimmt, ist die Tatsache, dass es im Angriff seiner Mannschaft noch großes Steigerungspotenzial gibt. „Unsere Angriffseffizienz lag unter 40 Prozent, wir haben Bälle leichtfertig weggeworfen, eine Konterqualität war nicht vorhanden“, kritisiert er. Andererseits wird es schwierig, das hohe Niveau in der Hintermannschaft zu halten. „Wir decken extrem gut, und unser junger Torwart Matej Asanin hält überragend. Dieses Topniveau Spieltag für Spieltag abzurufen, ist dauerhaft kaum möglich“, sagt Gaugisch.

An diesem Sonntag (17.15 Uhr) geht es zu den Füchsen Berlin. Dann wird sich zeigen, ob der HBW auch in fremder Halle überraschen kann. Das einzige Auswärtsspiel in dieser Saison ging mit 20:31 verloren – am ersten Spieltag bei der MT Melsungen.

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