Der Altbau der Schule (links) muss von Grund auf saniert werden, aber auch der Neubau soll gerichtet werden. Foto: Horst Rudel

Die Gemeinde Hattenhofen investiert eine Million Euro, um den Altbau der Schule zu sanieren und zu modernisieren. Ein Teil der Räume soll auch der Volkshochschule und Vereinen offen stehen. Außerdem wird der Musiksaal im Neubau in eine Mensa umgewandelt.

Hattenhofen - Der Startschuss ist gefallen. Die Schule in Hattenhofen wird saniert und modernisiert. „Schon in den nächsten Tagen geht es los“, kündigt der Bürgermeister Jochen Reutter an. Rund eine Million Euro lässt sich die Voralbgemeinde das kosten. Stemmen muss sie diesen Brocken ganz alleine. „Zuschüsse bekommen wir leider nicht“, stellt Reutter klar. Er hofft, dass die Arbeiten bis Ende Juni, spätestens Anfang Juli abgeschlossen sein werden. Ein Teil der sanierten Räume im Altbau steht künftig nicht nur der Grundschule mit ihren rund 110 Schülern zur Verfügung. Auch die Volkshochschule, die Jugendmusikschule und die örtlichen Vereine dürfen dort dann Kurse und Veranstaltungen abhalten.

Schule hat immer Priorität

Seit fünf Jahren hat die Gemeinde nur noch eine Grundschule. Denn nachdem in Albershausen und Bad Boll Gemeinschaftsschulen eröffnet hatten, wurden die fünften und sechsten Hauptschulklassen, die es bis dahin in Hattenhofen noch gegeben hatte, aufgelöst. Die Räume, die dadurch frei wurden, dienten während der Sanierung des Rathauses vorübergehend als Verwaltungssitz, und auch in Zukunft sollen sie nicht leer stehen, sondern mit Leben gefüllt und „multifunktional“ genutzt werden, wie der Bürgermeister sagt. Allerdings habe die Schule immer Priorität.

Der dickste Brocken ist es, den Altbau, der aus der Mitte der Fünfziger Jahre stammt, energetisch auf Vordermann zu bringen – ein Muss für eine Kommune, die dem Klimabündnis angehört und bei der energetischen Sanierung ihrer Gebäude sehr rührig ist. 450 000 Euro sind allein dafür veranschlagt. Vor allem die Erneuerung der großflächigen Fenster schlage zu Buche, sagt Reutter. Dafür seien die Räume schön hell. Auch in eine neue Heizung, neue Böden, die Renovierung der Sanitärräume und einen frischen Anstrich will die Gemeinde investieren.

Musiksaal wird Mensa

Während die Räume im Obergeschoss des Altbaus der Schule vorbehalten bleiben, dürfen in den Werkräumen im Untergeschoss auch die Vereine und die Volkshochschule werkeln. Reutter schwebt vor, dass dort auch jüngere Senioren für Kinder und Jugendliche Handwerkskurse anbieten könnten. Freie Räume gibt es auch im Erdgeschoss, wo ein kleiner Gymnastikraum eingerichtet werden soll. „Die Rückenschule oder Yoga- und Hip-Hop-Kurse können dort stattfinden“, sagt Reutter. Ein kleiner Sanitärtrakt und ein PC-Raum ergänzen das Angebot. Die Schülerbücherei, deren angestammter Platz im Erdgeschoss des Altbaus ist, wird auch in Zukunft dort zu finden sein.

Im Zug der Arbeiten soll auch der Neubau aus dem Jahr 1991 auf den neuesten Stand gebracht werden. Geplant ist unter anderem, den ehemaligen Musiksaal in eine Mensa für die Grundschüler umzuwandeln. Das habe sich angeboten, weil die Küche direkt an diesen Raum angrenze, erläutert der Bürgermeister. Die Musik werde in Zukunft in einem der früheren Klassenzimmer spielen. Gekocht wird in der Küche allerdings nicht. „Wir bekommen das Essen in Behältern vom örtlichen Seniorenzentrum geliefert. Wir geben es nur noch an die Schüler aus“, erläutert Reutter. Ein weiteres Klassenzimmer soll in einen Ruheraum umgewandelt werden.

Die Ausgaben von rund einer Million Euro hält Reutter für gut angelegt. Wenn eine Gemeinde ihre Schule entsprechend ausstatte, dann sei dies nicht zuletzt ein wichtiger Standortfaktor, betont er.

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