Haruki Murakami ist ein scheuer Mensch, der ungern Interviews gibt. Er lässt lieber seine Bücher sprechen, zum Beispiel die in unserer Bildergalerie. Foto: ©TEDESKINO

Seine Bücher handeln von Katzen, Zwergen und tiefen Brunnen. An diesem Samstag feiert der Japaner Haruki Murakami seinen 70. Geburtstag. Er ist einer der meistgelesenen Autoren unserer Tage. Warum, verraten wir in userer Bildergalerie.

Stuttgart - Er ist der Sohn eines buddhistischen Priesters und das Kind einer globalisierten Gegenwart. Gemäß dieser doppelten Herkunft hat man es bei ihm selten nur mit einer Wirklichkeit zu tun. Der japanische Autor Haruki Murakami bewegt sich zwanglos zwischen Tiefsinn und Kolportage, zwischen Ost und West, Pop- und Hochkultur, Fantastik und ausgenüchtertem Realismus – und hat bei alldem einen so eigenen Ton gefunden, dass man bisweilen meinen könnte, er habe immer wieder den gleichen Roman aufs neue erzählt.

Leienschaftlicher Jazz-Liebhaber

Der allerdings schillert in seinen verschiedenen Spielarten so unwiderstehlich, dass Murakami im vergangenen Jahr ohne Literaturnobelpreis für den von schwedischen Bibliothekaren ausgelobten Ersatzpreis ausersehen wurde. Wofür sich der ewige Nobel-Kandidat zwar höflich bedankte, aber mit der Sache weiter nichts zu tun haben wollte. Vermutlich, weil er sich berechtigte Hoffnung macht, irgendwann doch noch mit dem Original geehrt zu werden.

An diesem Samstag feiert der 1949 in Kyoto geborene Autor und leidenschaftliche Jazz-Liebhaber seinen 70. Geburtstag – ein Anlass, in unserer Bildergalerie noch einmal auf vier seiner Werke zu blicken, die fürs Ganze stehen.

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