Stehen Häuser auf einem Rutschhang in Schwäbisch Gmünd sicher? Für einen Nachweis hatte die Stadt den Eigentümern eine Frist bis zu diesem Freitag gesetzt. Jetzt gibt es mehr Zeit.
Die Bewohner der von einem Hangrutsch betroffenen Häuser in Schwäbisch Gmünd (Ostalbkreis) können erst einmal in ihren eigenen vier Wänden bleiben. Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat den Eigentümern der 21 Wohnungen eine Fristverlängerung für einen Nachweis der Standsicherheit gewährt, wie eine Sprecherin am Freitag unserer Zeitung auf Nachfrage mitteilt: „Wir sind da flexibel und rechnen mit den Gutachten im Laufe der nächsten Woche.“ Die zuvor gesetzte Frist wäre eigentlich heute abgelaufen.
Der Hang sei weiter in Bewegung, hieß es in dem entsprechenden Schreiben vor etwa einem Monat. Bei der letzten Messung Ende Dezember sei festgestellt worden, dass der Hang innerhalb von drei Monaten um weitere 3,15 Meter gerutscht sei. Die Abbruchkante reiche bis an das Fundament des mittleren der drei Häuser. Dies seien Anzeichen einer „erheblich gefährdeten Standsicherheit“. Werde der Standsicherheitsnachweis nicht fristgerecht vorgelegt, könne auch die Nutzung der Gebäude untersagt werden: „Dies würde eine umgehende Gebäuderäumung bedeuten.“
Wie bereits zuvor vom zuständigen Ersten Bürgermeister Christian Baron (CDU) angedeutet, gibt die Stadt den Eigentümern jetzt noch etwas mehr Zeit. „Wir warten bis die Gutachten reinkommen und werten dann aus“, sagt die Sprecherin. Man sei dazu im engen Austausch mit dem zuständigen Hausverwalter der Vereinigten Gmünder Wohnungsbaugesellschaft.
Geschäftsführer Celestino Piazza hatte bereits am Mittwoch angekündigt, dass bei dem besonders gefährdeten mittleren Haus neben einem Geologen zusätzlich ein Statiker seine Zustimmung geben müsse – dies sei nicht bis zu diesem Freitag machbar. Die großen Regenmengen im Sommer 2024, die in einigen Orten im Südwesten zu Überschwemmungen führten, hatten auch Auswirkungen auf jenen Hang in der 60 000-Einwohner-Stadt.