Vermutlich Ansichtssache: Ein Plakat gibt Auskunft über die vermeintlich positiven Auswirkungen von Cannabis-Konsum. Foto: dpa/Jörg Carstensen

Rund 4000 Befürworter einer liberalen Drogenpolitik sind am Samstag durch Berlin gezogen. Die CDU meldete sich per Twitter zu Wort und hielt dagegen.

Berlin - Bei der Hanfparade sind am Samstag mehrere Tausend Menschen durch die Berliner Innenstadt gezogen. Sie demonstrierten für die Legalisierung von Cannabis. Nach Angaben der Veranstalter gingen rund 4000 Befürworter einer liberalen Drogenpolitik auf die Straße. Der Zug führte vom Alexanderplatz über den Boulevard Unter den Linden bis zum Regierungsviertel. Auf Plakaten waren Sprüche wie „Alcohol kills, Cannabis heals“ oder „Der Schwarzmarkt kennt keinen Jugendschutz“ zu lesen.

Auch die Piratenpartei, die Linke und die Grünen waren mit eigenen Musikwagen dabei. Auf einem Transparent der Grünen wurden Drogenfachgeschäfte gefordert. Im Vorfeld der nunmehr 23. Hanfparade hatte der Berliner Landesvorsitzende der Grünen, Werner Graf, gesagt: „Wir wollen erreichen, dass Cannabis in Berlin kontrolliert an Erwachsene abgegeben werden darf.“

Die oppositionelle Berliner CDU-Fraktion meldete sich per Twitter zu Wort und lehnte eine Freigabe von Cannabis als „unverantwortlich“ ab. Es sei unerträglich, wenn Parks und Bahnhöfe zu „Drogenumschlagplätzen“ verkämen.

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