Manfred Lucha gibt Entwarnung in Sachen Handfehlbildung bei Neugeborenen. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

In Nordrhein-Westfalen gab es in einer Klinik eine Häufung von Handfehlbildungen bei Neugeborenen. In Baden-Württemberg wurde daraufhin eine Umfrage in den Krankenhäusern durchgeführt, ob es hier einen ähnlichen Trend gibt.

Stuttgart - Nach einer Häufung von Handfehlbildungen bei Neugeborenen in einer Klinik in Nordrhein-Westfalen gibt das baden-württembergische Gesundheitsministerium Entwarnung. Erste statistische Erhebungen zeigten keine Auffälligkeiten, teilte das Ressort von Manne Lucha (Grüne) am Dienstag mit. Die Daten wurden über eine Umfrage der Baden-Württembergische Krankenhaus-Gesellschaft (BWKG) an allen 82 baden-württembergischen Krankenhäusern mit einer geburtshilflichen Fachabteilung gesammelt. Aus 45 Einrichtungen kamen Rückmeldungen.

Anlass für die Umfrage war eine vor gut zwei Wochen bekanntgewordene Häufung von Hand-Fehlbildungen bei Neugeborenen an einer Gelsenkirchener Klinik.

Keine Abweichung in diesem Jahr

Im Sankt Marien-Hospital Buer waren zwischen Mitte Juni und Anfang September drei Kinder mit fehlgebildeten Händen geboren worden. Zuvor hatte es dort nach Angaben der Klinik jahrelang keinen einzigen Fall gegeben.

Nach den Erkenntnissen des Stuttgarter Ministeriums lag die Zahl der Babys mit Handfehlbildung im Südwesten 2017 und 2018 bei um die 30. Auch im laufenden Jahr zeichnete sich keine Abweichung ab.

Aus den rückgemeldeten Daten lassen sich Häufigkeiten von Handfehlbildungen bezogen auf alle Geburten von 0,049 Prozent im Jahr 2017, von 0,052 Prozent im Jahr 2018 und 0,050 Prozent im Jahr 2019 ermitteln. In den drei Jahren kam damit laut Ministerium eine Handfehlbildung auf 1990 Geburten.

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