Der Herrenberger Oberbürgermeister Thomas Sprißler will die Kräfte bündeln in Richtung der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. Foto: factum//Simon Granville

Schwierige Zeiten für die Herrenberger Händler im Corona-Jahr 2020. Die Citymanagerin Lidija Müller hat sie aber nach Kräften unterstützt.

Herrenberg - Das Stadtmarketing scheint noch ein zartes und neues Pflänzlein zu sein im Wirtschaftsfeld der Stadt Herrenberg – und doch hat das Marketing im letzten Jahr etliche große Veranstaltungen angepackt. Das ist grob gesagt der Inhalt des Rückblicks den Lidija Müller, die Herrenberger City-Managerin, am Dienstag dem Verwaltungsausschuss von Herrenberg gegeben hat.

Rückblickend war vor allem die Herrenberger Elektro-Rikscha ein Gewinn, sozusagen der Renner im Personentransport der Stadt. Natürlich sei Herrenberg zu klein, um ein dauerhaftes E-Rikscha-Angebot aufrecht zu erhalten, wie es Städte wie beispielsweise Berlin für touristische Stadtrundfahrten haben, aber dennoch sei die Aktion gut angekommen.

Neu gibt es den Geschenkgutschein

Mehrere weitere Werbeaktionen waren im Jahr 2020 angestanden, unter anderem eine Informationsoffensive zu den Herrenberger Baustellen, die den Kunden die Wege um die Baugruben herum zu den Geschäften zeigte. Das Stadtmarketing hatte auch einen Geschenkgutschein eingeführt, der in den Geschäften eingelöst werden kann, und der das Angebot der Händler ergänzen soll. Es gab einen runden Tisch mit den Händlern und einen Frühschoppen, eine Nikolaus-Stiefelsuche und eine größere Aktion unter dem Motto „Die Altstadt begrüßt das Seeländer“ zur Eröffnung der neuen Einkaufsmeile an der Bundesstraße 14. Außerdem hat das Stadtmarketing an die Herrenberger Händler Schulungen für Web-Shops vermittelt, damit sie in den Corona-Tagen besser über die Runden zu kommen.

Leere Läden sind Sache der Wirtschaftsförderung

Dennoch waren auch Schwierigkeiten zu spüren. Sie wurden deutlich etwa bei den Herrenberger Bänkle, einer Stadtmöblierung mit Ruhebänken durch die Händler. Da war es strittig, ob der Bau von Ruhebänken nicht vielmehr eine Sache der Stadtverwaltung sei. Ebenso ist die Abgrenzung zur Wirtschaftsförderung nicht ganz scharf, was sich bei der Frage nach den Leerständen zeigte. Hier fand der Herrenberger Oberbürgermeister Thomas Sprißler klare Worte: „Leerstehende Läden sind Sache der Wirtschaftsförderung.“ Er stellte sich hinter das Stadtmarketing und und beschwor einen Geist der Zusammenarbeit, bei dem nicht jeder darauf warte, was der andere tue, sondern bei dem die Akteure sich gemeinsam voranbewegten.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: