12 000 Quadratmeter werden auf der Killesberghöhe in Büros umgewandelt. Foto: Stefan Streit

Ein Dienstleister für Informationstechnologie wird neuer Mieter im Einkaufszentrum Killesberghöhe. Der Eigentümer, die Hahn-Gruppe, verspricht sich durch den Mix von Büros und Geschäften Synergie-Effekte.

Stuttgart-Nord - Nachdem Fleiner Möbel by Architare Ende vergangenen Jahres seine 2600 Quadratmeter große Verkaufsfläche auf der Killesberghöhe aufgegeben hat, sind jetzt die Würfel gefallen: Nachmieter wird die Firma Computacenter, ein britischer Dienstleister für Informationstechnologie mit Sitz in Hatfield. Rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IT-Unternehmens sollen bis zum Jahresende auf den vier Etagen des ehemaligen Einrichtungshauses ihre offenen, loftartigen Büros beziehen.

Bereits vor dem Auszug hatte die Württembergische Lebensversicherung das Einkaufs- und Stadtteilzentrum Killesberghöhe im Stuttgarter Norden an die Hahn-Gruppe, einen Investment-Manager mit Sitz in Bergisch-Gladbach, verkauft. Bereits damals war klar, dass Teilflächen der Killesberghöhe in Büros umgenutzt werden sollen. Der Grund ist laut Thomas Kuhlmann, Vorstandsvorsitzender der Hahn-Gruppe, dass eine Mischung aus Handels- und Dienstleistungsbereich „hochflexible Objekte“ seien, „die es ermöglichen, den Mietermix und die Nutzungsarten bedarfsgerecht zu wandeln“. Die Hahn-Gruppe verspricht sich von der gemischten Nutzung, dass sich Einzelhandel und Büronutzung gegenseitig ergänzen und stärken.

Kostenloses parken wieder möglich

Insgesamt bietet das Einkaufs- und Dienstleistungszentrum Killesberghöhe eine Fläche von rund 19 500 Quadratmetern. Davon sind rund 12 000 Quadratmeter Ladenfläche. Ankermieter sind Edeka und Aldi.   Weitere Mieter sind unter anderem ein dm-Markt, Alnatura, Arztpraxen, Fitness- und Wellnessunternehmen sowie Gastronomie. Die Tiefgarage bietet Platz für rund 320 Autos auf zwei Ebenen. Nach heftiger Kritik aus der Bürgerschaft und auch aus dem Bezirksbeirat Nord kann dort jetzt auch wieder seit Mitte April bei einem Einkauf von 5 Euro eine halbe Stunde kostenlos geparkt werden. Menschen mit Behinderungen kritisieren allerdings, dass ihnen eine halbe Stunde zum Einkaufen nicht reicht.

Fleiner Möbel by Architare hat sich verkleinert und ist ins Zentrum ins Dorotheenquartier umgezogen. Das Einrichtungshaus verspricht sich davon eine höhere Kundenfrequenz. Außerdem will sich das Unternehmen noch mehr auf die Planung und Projektentwicklung direkt beim Kunden spezialisieren.

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