Riesenjubel bei der SG BBM Bietigheim. Foto: Pressefoto Baumann/Alexander Keppler

Mit dem 53. Sieg hintereinander holen die Bundesliga-Handballerinnen der SG BBM Bietigheim im Finale gegen den VfL Oldenburg auch den DHB-Pokal. In der kommenden Saison heißt die Herausforderung für das Team von Trainer Markus Gaugisch Champions League.

Die Unsersättlichen von der SG BBM Bietigheim haben sich auch den letzten möglichen Titel in dieser Saison nicht entgehen lassen. Nach dem Gewinn des Supercups, der European League und der deutschen Meisterschaft schnappten sich die Bundesliga-Handballerinnen von Trainer Markus Gaugisch auch den DHB-Pokal. Im Endspiel des Olymp-Final-Four-Turniers in der Stuttgarter Porsche-Arena gegen den VfL Oldenburg gab es vor 2800 Zuschauern ein souveränes 40:30 (17:12). Am Vortag hatte sich der Topfavorit im Halbfinale gegen den Thüringer HC mit 32:28 durchgesetzt. Der THC sicherte sich am Sonntag durch ein 30:27 gegen Bundesligarivale Buxtehuder SV den dritten Platz.

 

„Wir haben die Jahrhundertchance genutzt“, freute sich Bietigheims Spordirektor Gerit Winnen über den Abschluss einer perfekten Saison. „Wahnsinn, was wir geleistet haben, ich bin so stolz Teil dieses Teams zu sein“, ergänzte Kreisläuferin Luisa Schulze, die zur Sport-Union Neckarsulm wechseln wird. Noch eine Saison bleibt Markus Gaugisch der SG BBM erhalten – und der Erfolgscoach war einfach nur überglücklich: „Hut ab, mit welcher Coolness und Gier mein Team auch diesen Titel eingefahren hat –das ist einfach überragend und zeigt die Qualität der Spielerinnen.“

Motiviert in die Königsklasse

In der neuen Saison will die SG BBM auch in der Champions League eine bedeutende Rolle spielen. Das war nach den deutschen Meisterschaften 2017 und 2019 (jeweils unter dem dänischen Trainer Martin Albertsen) nicht der Fall. „In der Königsklasse tummeln sich Teams wie Györ, Kristjansand, Esbjerg oder Metz mit einer unfassbar hohen Qualität, dennoch ist es mein Antrieb, mehr Spiele zu gewinnen, eine Chance aufs Viertelfinale zu haben, die Qualifikation für das Final Four in der Champions League wäre der absolute Knaller“, sagte Gaugisch.

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Schließlich will sich der 48-Jährige im Juni 2023 bestmöglich von der SG BBM verabschieden – um sich dann nicht mehr in der Doppelrolle, sondern vollumfänglich um die deutsche Frauen-Nationalmannschaft zu kümmern. Wer sein Nachfolger wird? Gerit Winnen sondiert mit Weitblick bereits den Markt – und sagt: „Es ist mein Job, den nächsten Volltreffer zu landen.“

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