Die Handballer des TSV Schmiden um den zehnfachen Torschützen Paul Feirabend gewinnen ihr Heimspiel gegen die Gäste der SG Schozach-Bottwartal mit 34:31.
Als zunächst Martin Kienzle und wenig später auch noch Felix Linder mit jeweils einer roten Karte vom Feld mussten, waren die personell eh schon gebeutelten Handballer der SG Schozach-Bottwartal noch angezählter als vor der Begegnung – und der Gegner vom TSV Schmiden schien einfaches Spiel zu haben. Doch weit gefehlt. Zwar gewannen die Gastgeber am Samstagabend vor den gut 200 Zuschauern mit 34:31, doch sie mussten bis kurz vor Schluss um diesen Erfolg in der Württemberg-Liga bangen. „Wir waren gefühlt besser, aber wir haben es nicht auf die Anzeigetafel gebracht. Wir haben uns einlullen lassen“, sagte Benjamin Koch, der Trainer des TSV Schmiden.
Dominant beim TSV war vor allem Paul Feirabend
Vielleicht war es aber auch so, dass die Gastgeber sich ob der Schwächung des Gegners zu sicher gefühlt haben und deshalb nicht mehr mit ihrer ganzen Energie zu Werke gegangen sind. Vor der Disqualifikation von Martin Kienzle in der 25. Spielminute führten sie mit 17:13, zur Halbzeit lautete der Spielstand 19:17. Vor der Hinausstellung von Felix Linder in der 35. Spielminute führten die Schmidener Handballer mit 22:20, wenig später stand es 25:25. „Da müssen wir cleverer werden und solche Spiele dominieren“, sagte Benjamin Koch. Dominant war am Samstagabend aufseiten des TSV Schmiden vor allen Paul Feirabend, der nicht nur von der Siebenmeter-Linie bei fünf Versuchen stets erfolgreich blieb, sondern auch von der linken Außenposition treffsicher war. Mit insgesamt zehn Toren zeichnete er sich zum besten Werfer seines Teams aus.
Der vierte Platz scheint noch in Reichweite
Gegen Ende der Begegnung, als es beim Spielstand von 33:31 noch einmal eng wurde, konnten die Gastgeber sich auch bei ihrem Tormann Magnus Riegel bedanken. Er hielt jetzt nicht nur einen Siebenmeter von David Schneider, sondern wehrte noch weitere Chancen der Gäste ab. „Eigentlich wollten wir ja ein hohes Tempo spielen, wir sind dann aber einfach nicht rausgekommen“, sagte Benjamin Koch, der letztlich aber – beim Blick auf die Anzeigetafel – doch zufrieden war mit dem Ergebnis. Mit diesem Sieg, es war der zehnte im 20. Saisonspiel, haben die Handballer des TSV Schmiden sich im Klassement auf den siebten Tabellenplatz vorgeschoben. Benjamin Koch würde in den sechs verbliebenen Spielen ganz gern noch ein paar Plätze gutmachen. Der vierte Rang scheint noch in Reichweite.
Am Samstag, 20 Uhr, könnte der Verbund um Paul Feirabend mit einem Erfolg beim Tabellendritten SG BBM Bietigheim II bereits einen weiteren Schritt dorthin machen. Anschließend, am 5. April, steht das Stadtderby gegen den Nachbarn TV Oeffingen auf dem Programm. Die nächsten Chancen also für die Schmidener Handballer, mit der vom Trainer geforderten Cleverness zu agieren. TSV Schmiden: Riegel, Scheiner – Feirabend (10/5), Mack (6), Fischer (5), Züfle (5), Gühne (3), Bühler (2), Hellmann (2), Hirning (1), Manuel Koch, König.