An diesem Freitag steht zwischen den Handballern des TSV Schmiden und des TV Oeffingen das Stadtderby in der Württemberg-Liga an. Der SV Fellbach tritt am Samstag auswärts an.
Für Benjamin Brack besteht kein Zweifel: Das Stadtderby an diesem Freitagabend (20.30 Uhr) zwischen den gastgebenden Handballern des TSV Schmiden und des TV Oeffingen in der Württemberg-Liga „wird wieder ein schönes Handballfest werden“. Noch schöner freilich wäre es für den Coach des TVOe, wenn sich sein Team am Ende als Sieger feiern lassen könnten wie das auch schon im Hinspiel der Fall war (33:24-Erfolg). An mangelnder Unterstützung auf den Rängen wird es nicht mangeln. Die Macher haben wieder einen Fanmarsch von Oeffingen nach Schmiden organisiert.
Bei möglichen fünf Absteigern ist der TVOe in größter Not
Dass die Gäste die Punkte dringender nötig haben als der TSV, zeigt ein Blick auf die Tabelle. Bei möglichen fünf Absteigern ist der TVOe als aktuell Zehnter in allergrößter Not, der TSV hingegen als Achter mit sieben Zählern mehr auf der Habenseite so gut wie gesichert. „Wir brauchen sechs Punkte aus den verbleibenden fünf Spielen“, sagt Brack. Die ersten will er im Stadtderby holen. Nur bei drei Absteigern – die gibt es, wenn in der Abstiegsrunde der Baden-Württemberg-Oberliga bis zum letzten Spieltag am 11. Mai die TSG Söflingen und der TSB Schwäbisch Gmünd weiterhin vor dem TuS Schutterwald bleiben – ist der TVOe schon jetzt so gut wie gesichert. „Es ist für uns aktuell sehr schwierig, mit der Situation umzugehen“, sagt er.
Brack muss personell improvisieren
Um heute in Schmiden zu gewinnen, bedarf es, wie schon im Hinspiel, einer guten Torwartleistung, „außerdem müssen wir Matthias Fischer im linken Rückraum in den Griff bekommen“, sagt Brack. Und da ist dann ja auch noch Lasse Siebel, der im Hinspiel gefehlt hat und im rechten Rückraum eine permanente Gefahr ist. „Unser Respekt ist groß, aber wir sind sehr motiviert“, sagt Brack, der personell wieder einmal improvisieren muss. Außer den eh schon Langzeitfehlenden müssen diesmal wohl auch Marco Kolotuschkin und Luca Klinger passen. Vielleicht kehrt aber Marcel Meyer ins Aufgebot zurück, der in dieser Woche erstmals wieder trainiert hat.
Solche personellen Sorgen hat der Schmidener Coach Benjamin Koch nicht. Außer Yannik Siegmund (Kniebeschwerden) sind alle Mann an Bord. „Wir wollen das Stadtderby natürlich vor eigenem Publikum gewinnen und zeigen, dass wir es viel besser können als im Hinspiel“, sagt Koch. Dafür müssen die Seinen eine deutlich bessere Defensive stellen und vor allem das Zusammenspiel der Oeffinger Rückraumspieler mit dem Kreisläufer verhindern. Das habe im Hinspiel nicht gut geklappt, sagt Koch. Er glaubt, dass es ein Duell auf Augenhöhe wird und dass die Mannschaft gewinnt, die am Ende weniger Fehler macht. „Meine Jungs sind super motiviert, und auch bei mir kribbelt es schon. Wir freuen uns auf das Derby.“
Der SVF will kämpferisch dagegenhalten
Für die Handballer des SV Fellbach steht derweil am Samstag (19.30 Uhr, Kreuzberghalle) die Auswärtspartie bei der SG Lauterstein im Terminkalender. Das Hinspiel verlor das Ligaschlusslicht und designierter Absteiger nur knapp mit 26:27, nachdem es zur Pause bereits mit 7:14 im Rückstand gelegen hatte. „Wir wollen ein gutes Spiel abliefern und kämpferisch dagegenhalten“, sagt der Trainer Tobias Unfried. Er und die Seinen haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, bis zum Rundenende noch das eine oder andere Spiel zu gewinnen. Gegen den Drittletzten stünden die Chancen an diesem Samstag nicht schlecht. Wenn er die Tabelle nicht kennen würde, sagt Unfried, dann würde er nicht glauben, dass der SVF Letzter ist. „Die Jungs sind im Training voll dabei und liefern immer ab. Es macht riesigen Spaß mit ihnen zu arbeiten“, sagt Unfried.