Das Handballteam um den Kreisläufer Cedric Freudenreich verliert in der Württemberg-Liga auch gegen die Gäste des SV Leonberg/Eltingen – 33:40 – und hat in diesen Wochen einige Baustellen zu bearbeiten.
Als Cedric Freudenreich zehn Minuten vor Schluss nach seiner dritten Zeitstrafe vom Feld musste, war das Spiel in der Württemberg-Liga für die Handballer des SV Fellbach schon längst verloren. Im Grunde genommen war es bereits nach den ersten zehn Spielminuten verloren gewesen. Beim Stand von 2:8 hatte der Trainer Marc Ihlefeldt am Samstagabend vor den rund 200 Zuschauern in der heimischen Zeppelinhalle eine Auszeit genommen. Doch die desolate Vorstellung der Gastgeber setzte sich fort, der Rückstand vergrößerte sich weiter. Am Ende verloren sie gegen das Team des SV Leonberg/Eltingen mit 33:40 (12:20). Die Schlusssirene beendete den Leidensweg der Fellbacher Handballer. Anschließend versammelte die Mannschaft sich kurz, während Marc Ihlefeldt auf der Bank verharrte. Sein Blick war leer, ihm fehlten die Worte.
Die Körpersprache ist nicht wettbewerbsfähig
Das war am Samstag der schwächste Auftritt seiner Anvertrauten in dieser Saison. „Wir sind brutal schlecht ins Spiel gekommen, unser Angriff ist zurzeit nicht effektiv, und die Abwehr war zum Teil nicht vorhanden“, sagte Marc Ihlefeldt. Damit fasste er den sportlichen Teil des Misserfolgs zusammen. Was noch dazukommt: Die Körpersprache der Akteure auf dem Feld war – zumindest in der ersten Spielhälfte – nicht wettbewerbsfähig. Gegen Ende der Begegnung bäumten Felix Wente und seine Mitspieler sich ein wenig auf, doch sie kamen dann auch zu einfachen Toren, weil der Verbund des SV Leonberg/Eltingen dies zuließ. In der Gewissheit des Auswärtserfolgs wechselte der Trainer Michael Zimmermann munter durch, auch die überragenden Yannik Oral und Felix Wiederhöft, die zusammen 25 Treffer markiert hatten, durften dann etwas kürzertreten.
Der SVF ist mit dem Ergebnis noch gut bedient
Es ist durchaus realistisch, dass die überlegenen Gästehandballer auf 50 Tore gekommen wären, wenn sie bis zum Ende ihre konsequente Spielweise fortgesetzt hätten. Das Team des SV Fellbach jedenfalls war mit dem Ergebnis noch gut bedient. Es gab zwar einzelne Lichtblicke – Alexander Schuhbauer traf von links, Juri Sawada traf von rechts, und Maximilian Pfeil traf aus dem Rückraum –, doch diese Einzelaktionen bezeugten vielmehr, dass die Fellbacher Mannschaft als solche nicht funktioniert hat. „Wir haben uns früh geschlagen gegeben, das Aufbäumen hat gefehlt“, sagte Marc Ihlefeldt.
Die Torwarte bekommen wenige Bälle zu fassen
Die Tormänner Yannik Beck und Kay Siemer bekamen wenig Bälle zu fassen, was aber auch daran lag, dass sie von ihren Vorderleuten zumeist im Stich gelassen wurden. Auf der anderen Seite scheiterten die SVF-Werfer oftmals an Dennis Kellner.
Noch zwei bemerkenswerte Aktionen auf dem Leidensweg des SVF: Alexander Schuhbauer bekam eine Zeitstrafe aufgebrummt, weil er dem Schiedsrichter Jürgen Trefz beim Zurücklaufen im Weg gestanden hatte. Und Cedric Freudenreich war beim Wurfversuch gefoult worden – die Konsequenz blieb aus. „Auch das hat die Mannschaft demoralisiert“, sagte Marc Ihlefeldt. Aber es war sicherlich nicht spielentscheidend. SV Fellbach: Beck, Siemer – Wente (7), Pfeil (5), Salathe (5), Schuhbauer (4), Reu (3), Sawada (3), Ramin (3/3), Freudenreich (2), Müller (1), Schauer, Zeisler.