16 Jahre und schon im goldenen Buch der Stadt Plochingen: Can Akkoc. Bürgermeister Frank Buß ist stolz. Foto: Stefanie Gauch-Dörre

U-17-Handballweltmeister Can Akkoc aus Plochingen will Profi-Handballer werden und fühlt sich in der Jugend der Rhein-Neckar Löwen wohl.

Jeder Sportler träumt davon – ein Mal im Leben Weltmeister zu sein. Mit nur 16 Jahren lebt Handballer Can Akkoc diesen Traum bereits. Anfang November setzte er sich mit der deutschen U-17-Auswahl im Finale mit 44:43 nach Verlängerung gegen Ägypten durch und sicherte sich den WM-Titel in Casablanca. Nun wurde er von der Stadt Plochingen für diese Leistung geehrt. Bürgermeister Frank Buß empfing den Handballer mit seinen Eltern im alten Rathaus und auch der obligatorische Eintrag ins goldene Buch der Stadt durfte nicht fehlen.

 

Seit 2023 lebt der talentierte Rückraumspieler mit seiner Familie in Plochingen – wobei er unter der Woche vor allem in Mannheim ist. Dort spielt er seit zwei Jahren bei den Rhein-Neckar Löwen, zuvor war er bei JANO Filder im Einsatz. Linus Schmid, Max Heydecke und Nick Scherbaum von der JANO hatten es Can Akkoc bereits vorgemacht und Ende August mit der U-19-Nationalmannschaft den WM-Titel geholt.

Mit 14 weg von zu Hause

Mit damals 14 Jahren den Großteil der Woche nicht zu Hause zu sein, war eine Herausforderung für Can Akkoc. „Aber weil ein Freund dabei war, fiel es dann doch leichter, als ich gedacht hatte. Ich bin super aufgenommen worden“, erklärt der Linkshänder. Auch sein Freund Tarik Graf spielt noch bei den Löwen.

Zunächst hatte Can Akkoc aber nicht den Ball in der Hand, sondern am Fuß. Erst mit zehn Jahren ging er auf der Silcher-Schule in Esslingen in die Handball-AG und fand Spaß an diesem Sport. „Mir hat es total gefallen, dass beim Handball so viel mehr Tore fallen“, sagt er.

Nun will Can Akkoc weiter Gas geben und nach der Jugend den Sprung in den Erwachsenenbereich schaffen. Am besten bei den Löwen über die 3. Liga in die Bundesliga. Cheftrainer des Bundesligateams Maik Machulla und Co-Trainer Michel Abt leiten regelmäßig das Training von Akkoc und seiner Mannschaft. So können sich die Talente schon jetzt präsentieren und profitieren vom Input aus der täglichen Arbeit des Profibereichs.

Can Akkoc Vorbild ist Dika Mem, der beim FC Barcelona zum Ball greift. Irgendwann will auch er gern mal im Ausland spielen. Zunächst er aber kurzfristigere Ziele: Mit der U17 die Meisterschaft in der Jugend-Bundesliga feiern und mit der baden-württembergischen Auswahl den Deutschland-Cup gewinnen.