Handball-Drittligist TSV Neuhausen stellt sich auf ein Kampfspiel ein und Verbandsligist TSV Deizisau will den Favoriten im Top-Spiel ärgern.
Die Hallen füllen sich wieder: In den Handball-Ligen der Region steht nach dem Jahreswechsel fast durchweg Ligabetrieb an – nur vereinzelte Teams wie der Landesliga-Spitzenreiter TSV Neuhausen II haben am Wochenende spielfrei. Während das zweite Team pausiert, hat Drittligist TSV Neuhausen eine Pflichtaufgabe zu lösen. Die Maddogs sind beim Schlusslicht TuS Fürstenfeldbruck zu Gast – und reisen nach dem Sieg im EZ-Pokal sowie dem 32:29-Erfolg gegen den Vierten Wölfe Würzburg mit Selbstvertrauen im Gepäck an.
Spiel eins nach Felipe Soteras Merz heißt es derweil beim Regionalligisten HSG Ostfildern. Der Kapitän verließ die Ostfilderner berufsbedingt ins Ausland und übergab das Amt an Lukas Lehmkühler. „Ob Lehmkühler, der krankheitsbedingt angeschlagen ist, am Samstagabend auflaufen kann, ist aber noch offen“, erzählte Teammanager Matthias Dunz. Der Blick mitten hinein ins Getümmel führt auch direkt weiter in die Verbandsliga, wo ein brisantes Derby ansteht.
Männer – 3. Liga
Der Jahresauftakt hätte für den Siebtplatzierten TSV Neuhausen kaum besser laufen können: Nach dem Erfolg gegen den ambitionierten Vierten Wölfe Würzburg sagte Coach Daniel Brack: „Das war eine Bombenleistung, unsere beste Saisonleistung.“ Am Samstag (19.30 Uhr) gastieren die Neuhausener beim Letzten TuS Fürstenfeldbruck und wollen den Schwung mitnehmen. Aber Brack mahnte an, dass die Fürstenfeldbrucker „sehr heimstark sind“, sagte aber gleichzeitig auch, dass sich sein Team „nicht verstecken muss, aber eine durchwachsene Trainingswoche hinter sich hat“. Ausfallen werden Linus Schmid sowie Keeper Jorick Pol, der mit den Niederländern bei der Europameisterschaft im Einsatz war und sich auf der Heimreise befindet. „Es wird eine kampfbetonte Partie werden, auf die wir uns moralisch einstellen müssen“, sagte Brack.
Frauen – 3. Liga
Wiedergutmachung steht derweil für den Handballerinnen des TSV Wolfschlugen an, die Rang vier belegen, zuletzt mit 30:35 gegen den HC Erlangen verloren und zu wenig Power und Kreativität an den Tag legten. Am Samstag (18 Uhr) wollen die Wolfschlugenerinnen beim Schlusslicht HCD Gröbenzell den ersten Sieg im neuen Jahr einfahren und eine bessere Leistung zeigen.
Männer – Regionalliga
Die Vorzeichen könnten beim Regionalligisten HSG Ostfildern (Rang zehn) laut Teammanager Dunz im Hinblick auf das Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr) gegen den Siebten TVS Baden-Baden besser sein. Denn neben Neu-Kapitän Lehmkühler, könnte auch Florian Distel aufgrund einer Oberschenkelverhärtung ausfallen. Das Hinspiel in Baden-Baden verlor die HSG mit 29:35. „Nichtsdestotrotz haben wir uns dort vor allem in der ersten Hälfte gut präsentiert und wollen an unsere Leistung anknüpfen. Der Gegner ist nicht unschlagbar“, sagte Dunz und ergänzte: „Wir wollen uns mit einem Sieg im oberen Mittelfeld festsetzen.“
Das 28:28-Remis gegen den Achten SG Weinstadt verbuchte der Vorletzte TV Plochingen laut Co-Trainer Tim Hamann zuletzt „als einen guten Schritt nach vorne“. Am Samstag (20 Uhr) geht es für die Plochinger zur nur zwei Plätze vor ihnen stehenden MTG Wangen. „Es wird ein schönes Spiel, denn beide Teams wissen, worum es geht. Unsere Aufgabe wird es wieder sein, den Kampf anzunehmen, noch weniger Fehlwürfe zu fabrizieren und dieses Mal die zwei Punkte mitzunehmen“, sagte Hamann.
Oberliga
Während der Fünfte TSV Wolfschlugen am Samstag (20 Uhr) beim Vorletzten HSG Langenau/Elchingen gastiert und mit einem Erfolg den Anschluss an das vordere Drittel halten will – ist der Zweite SG Hegensberg/Liebersbronn eine halbe Stunde zuvor beim Zehnten Saase3 Leutershausen im Einsatz. „Leutershausen ist durchweg solide besetzt und hat vor Weihnachten mit zwei Heimsiegen in badischen Duellen wichtige Punkte geholt. Da werden wir über 60 Minuten hinweg hellwach sein müssen, wenn wir etwas mitnehmen wollen“, sagte der Heli-Coach Veit Wager und fügte hinzu: „Wir wollen den Start ins neue Jahr positiv gestalten und zeigen, dass wir auch auswärts auf konstant hohem Niveau spielen können.“
Frauen – Oberliga
„Etwas gebeutelt“ kommen derweil die Handballerinnen des Zehnten TSV Köngen laut Co-Trainer Martin Schorr daher. Und das nicht nur aufgrund der 26:33-Niederlage gegen die HSG Bargau/Bettringen zum Jahresauftakt, sondern weil einige Stammkräfte wie Nora Allmendinger in der nächste Partie am Samstag (18 Uhr) beim Schlusslicht HB Kinzigtal nicht mitwirken können. „Nichtsdestotrotz steht Kinzigtal tabellarisch hinter uns und wir wollen den Sieg holen“, sagte Schorr.
Die Handballerinnen des sechstplatzierten TSV Denkendorf gastieren zwei Stunden später beim Tabellennachbarn SG Dornstetten. Und auch die Denkendorferinnen haben einige Ausfälle zu beklagen: Jana Müller hatte sich im Dezember am Sprunggelenk verletzt und auch Sophie Hönig wird länger nicht auf der Platte stehen können. „So habe ich auf beiden Außen nur eine Spielerin zur Verfügung“, erklärte Coach Christoph Hönig, und ergänzte: „Die SG spielt einen unorthodoxen Handball und ist heimstark. Wir wissen nicht genau, was da auf uns zukommt und müssen in der Abwehr gut stehen.“
Männer – Verbandsliga
Erster gegen Vierter – oder auch die Partie des Spitzenreiters HV Rot-Weiß Laupheim gegen den TSV Deizisau steht am Samstag um 20 Uhr auf dem Programm. Für die Deizsauer ist es ein richtungsweisendes Spiel, um oben dranzubleiben. Arne Staiger vom Management geht die Sache optimistisch an: „Wir freuen uns auf die Partie, haben eine vernünftige Trainingswoche hinter uns und können personell aus den Vollen schöpfen.“ Aber er sagte auch: „Laupheim steht zurecht da oben und ist gegen uns der Favorit. Das Hinspiel gewannen wir jedoch mit 35:26 und wollen den Tabellenführer erneut ärgern.“
Mit einem Derby startet indes der Sechste TV Reichenbach beim Schlusslicht Team Esslingen am Samstag zur selben Zeit in das neue Handballjahr. „Wir haben beim EZ-Pokal gute Spiele abgeliefert und das Turnier genutzt, um unsere Abläufe zu optimieren“, sagte der spielende Co-Trainer Daniel Roos und fügte hinzu: „Ein Derby ist immer gut. Wir wissen aber auch, dass es eine eklige Aufgabe werden wird und das Team den Bock umstoßen möchte, um tabellarisch da unten rauszukommen.“ Und wie will der TVR die Partie angehen? „Wir müssen kompakt decken und die einfachen Tore machen, dann haben wir gute Chancen zu gewinnen“, sagte Roos. Team-Spieler Benedikt Frohna sagte dazu: „Die Reichenbacher sind zwar der Favorit, aber im Derby ist alles möglich. Und der Trend bei uns geht in die richtige Richtung.“
Bereits um 18 Uhr ist der Fünfte TSV Denkendorf beim Drittletzten TSV Bad Saulgau zu Gast. Unterschätzen werden die Denkendorfer Bad Saulgau laut Spieler Benedikt Schrade „keineswegs, denn der Gegner ist extrem heimstark und die Halle wird proppenvoll sein“. Aber die Denkendorfer haben laut Schrade auch einen Matchplan parat: „Unser Gegenstoßspiel soll der Schlüssel zum Erfolg werden. Und wir freuen uns darüber, dass Merlin Rapp nach seinem Auslandsjahr wieder zurück ist.“
Frauen – Verbandsliga
Die Handballerinnen der SG Hegensberg/Liebersbronn (Rang zwei) gastieren in der Staffel 1 am Samstag (18 Uhr) im Top-Spiel beim Dritten HSG Strohgäu und wollen sich mit einem Sieg nicht nur Abstand auf die HSG verschaffen, sondern eventuell auch am Erstplatzierten SG Degmarn/Oedheim vorbeiziehen. Indes treten die Frauen des Zehnten TSV Neuhausen in der Staffel 2 eine Stunde zuvor beim punktgleichen Tabellennachbarn HSG Langenau/Elchingen an.
Männer – Landesliga
Der Fünfte TSV Köngen, der vor dem Jahreswechsel – fünf Partien ungeschlagen– besser in Fahrt kam, trifft am Sonntag (17 Uhr) auf den Siebten TV Neuhausen/Erms II und möchte den Anschluss an das obere Drittel halten. Der Achte HSG Owen/Lenningen verkündete indes die Trennung von Coach Volker Pikard zum Saisonende. Pikard trainierte früher das Team Esslingen und lässt seine Zukunft derweil noch offen.
Frauen – Landesliga
Die bis dato ungeschlagenen Handballerinnen des TV Reichenbach – Erste mit 18:0-Punkten – sind indes am Sonntag (18 Uhr) beim TV Rottenburg zu Gast. „Die Personalsituation ist bescheiden und wir reisen dezimiert nach Rottenburg, wo uns vermutlich das schwerste Auswärtsspiel erwarten wird“, sagte Coach Frank Rilling und ergänzte mit einem Lächeln: „Aber wir haben ja noch etwas Vorsprung auf den Zweiten. Und wenn wir das Tempo in der zweiten Hälfte durchhalten können, dann sind wir guter Dinge.“
Männer – Bezirksoberliga
Während der Fünfte TV Plochingen II am Samstag (19 Uhr) beim Achten TSG Reutlingen gastiert, ist der Vorletzte HSG Ostfildern II eine Stunde später im Kellerduell gegen das Schlusslicht HSG Leinfelden-Echterdingen gefordert. Der Drittletzte TSV Wolfschlugen II tritt um 18 Uhr beim Sechsten SG Ober-/Unterhausen II an – und die SG Hegensberg/Liebersbronn II (Rang zehn) hat um 20 Uhr beim Zweiten tus Stuttgart eine schwere Aufgabe vor sich.
Bezirksliga
Derweil möchte der Spitzenreiter TSV Deizisau II die Ungeschlagen-Serie – zehn Siege in Serie – weiter fortführen. Am Samstag sind die Deizisauer beim Fünften SKV Unterensingen II zu Gast. „Aus der Vergangenheit wissen wir, dass auf uns ein unbequemer Gegner zukommt. Dennoch nehmen wir die Favoritenrolle an und wollen den nächsten Erfolg einfahren, bevor wir bis Ende Februar Pause haben“, sagte Coach Steffen Braun.