HSG-Spieler Felipe Soteras Merz (links) läuft noch zweimal für Ostfildern auf. Foto: Robin Rudel

Während viele Handball-Teams noch pausieren, starten andere ins Handballjahr. Bezirksligist TSV Deizisau II freut sich auf das „Kracher-Derby“.

Der EZ-Pokal ist beendet, fand in den Frauen des TSV Wofschlugen sowie den Männern des TSV Neuhausen zwei verdiente Titelverteidiger – und eröffnete die Handball-Saison 2026, die nun allmählich wieder Fahrt aufnimmt. Die Wolfschlugenerinnen sind spielfrei. Und die Neuhausener verlegten ihre erste Pflichtpartie des Jahres beim TSB Heilbronn-Horkheim – der neue Termin steht noch nicht fest –, da Max Heydecke sowie Linus Schmid gemeinsam bei einem Lehrgang der U-21-Nationalmannschaft weilen. Einige Handballerinnen und Handballer freuen sich jedoch darauf, nach der Pause wieder auf der Platte zu stehen.

 

Beim Regionalligisten HSG Ostfildern tat sich über den Jahreswechsel personell einiges. Neben Coach Marco Gaßmann, der nach der laufenden Runde seinen Trainerposten aus privaten Gründen abgeben wird, verkündete der Verein auch einige Abschiede . Janne Böhm verlässt Ostfildern zum Drittligisten VfL Pfullingen, Lenny Piskureck zieht zum Verbandsligisten TSV Denkendorf und wird dort künftig mit seinem älteren Bruder Thimo zusammenspielen, Florian Distel wechselt zum Drittligisten TSV Heilbronn-Horkheim und Lukas Lehmkühler zieht es zum Oberligisten TSV Schmiden. Bereits verabschiedet hat sich Matts Fischer, der ab Ende Januar für den Verbandsligisten Team Esslingen aufläuft. In Routinier Felipe Soteras Merz verliert die HSG einen weiteren Spieler. Er wird für die Ostfilderner noch in zwei Spielen auflaufen, ehe es ihn aufgrund eines Jobangebots ins Ausland zieht.

HSG Ostfildern stellt ersten Neuzugang vor

Demgegenüber verpflichtete die HSG bereits Ersatz und holte Luis Foege, der zuletzt bei der HSG Konstanz spielte und die Jugend der JANO Filder durchlief. Auch der erste Neuzugang für die kommende Runde steht fest. Im 20-jährigen Rückraum-Akteur Oliver Sudar wechselt ein laut Teammanager Matthias Dunz „super Eins-gegen-Eins-Spieler mit viel Dynamik“ vom Oberligisten SG H2Ku Herrenberg nach Ostfildern.

Männer – Regionalliga

Sportlich startet das neue Jahr für die HSG Ostfildern (Rang zehn) mit dem Rückrundenspiel beim Tabellennachbarn VfL Waiblingen am Samstag (20 Uhr). „Wir sind punktgleich mit den Waiblingern, daher geht es darum, sich mit einem Sieg von ihnen abzusetzen. Das Hinspiel gewannen wir relativ knapp und wir stellen uns wieder auf eine sehr spannende Partie auf Augenhöhe ein, die in dieser Konstellation schon Derbycharakter hat“, sagt Teammanager Dunz und ergänzt: „Wir sind gewillt, nach den drei Niederlagen zuletzt endlich wieder doppelt zu punkten. Aber die Waiblinger waren vor dem Jahreswechsel gut drauf, daher müssen wir konzentriert im stehenden Angriff agieren und einfache Tore machen.“

Der EZ-Pokal-Zweite TV Plochingen sammelte indes im Endspiel bei der 14:17-Niederlage gegen den Favoriten Neuhausen nicht nur Spielpraxis, sondern auch Selbstvertrauen. „ Wir sind zufrieden mit unserem Abschneiden im Turnier, zumal wir das Spiel gegen den Drittligisten lange Zeit offen gestaltet haben“, betont TVP-Co-Trainer Tim Hamann. Auf dieser Leistung wollen die Plochinger (vorletzter Platz) nun im Heimspiel am Samstag (20 Uhr) gegen den Achten TSV Heiningen anknüpfen. „Wir wollen das gute Gefühl und den Schwung mit in die Partie nehmen“, sagt Hamann und fügt hinzu: „Die Marschrichtung ist dabei, unser Tempo reinzubekommen, denn das hat beim EZ-Pokal ganz gut funktioniert. Außerdem gilt es zu versuchen, die Lücken in der offensiven Heininger Abwehr anzugreifen und unsere Defensive muss so gut stehen wie zuletzt.“ Nach seinem Auslandsaufenthalt auf die Plochinger Platte zurückkehren wird indes Michael Hägele. „Der Kontakt zu ihm ist nie abgebrochen und es hat nun gut gepasst. Wir wollen nach der Winterpause den nächsten Schritt gehen“, erklärt Hamann.

Frauen – Oberliga

Auch bei den Handballerinnen des Zehnten TSV Köngen hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan. Nach der Trennung von Trainerin Marion Radonic übernahm Armin Dobler den Posten bis zum Saisonende als Feuerwehrmann und soll das Ruder bei den Köngenerinnen herumreißen. Im ersten Spiel des Jahres am Sonntag (17 Uhr) haben Neu-Coach Dobler und seine Spielerinnen jedoch im Vierten HSG Bargau/Bettringen eine schwierige Aufgabe vor sich.

Männer – Verbandsliga

„Die ein oder andere Blessur vom EZ-Pokal ist noch da, aber es geht schon wieder und wir sind fit für das kommende Spiel“, erzählt Spieler Benedikt Frohna, der damit das Heimspiel seines Team Esslingen (Rang 13) am Samstag (20 Uhr) gegen den Vierten SG Hofen/Hüttlingen anspricht: „Wir sind der Außenseiter und können daher befreit aufspielen. Eventuell ist es ein Vorteil, dass wir bereits Spielpraxis gesammelt haben und der Gegner vielleicht zu Beginn noch nicht Betriebstemperatur hat.“ Auf jeden Fall hat sich das Team laut Frohna vorgenommen, „zuhause gut in das neue Jahr zu starten“.

Dasselbe Vorhaben strebt der Dritte TSV Deizisau in der Heimpartie am Sonntag (17 Uhr) gegen den Neunten SG Herbrechtingen/Bolheim an. „Die vergangenen Trainingswochen waren vernünftig und das Lazarett lichtet sich allmählich, sodass wir wieder genügend Personal mit an Bord haben. Wir müssen zu unserem Spiel finden und in der Abwehr stabil stehen“, sagt Arne Staiger vom Deizisauer Management.

Bezirksoberliga

Derbytime heißt es am Sonntag (15 Uhr) in der Schafhausäckerhalle, wenn der Achte TSV Denkendorf II beim Sechsten TV Plochingen II zu Gast ist. Beide Teams holten vor dem Jahreswechsel einen Sieg.

Bezirksliga

„Das Jahr startet für uns mit einem Kracher-Derby“, sagt Trainer Steffen Braun im Hinblick auf das Spitzenspiel am Sonntag (15 Uhr) seines Erstplatzierten TSV Deizisau II gegen den Zweiten HC Wernau und ergänzt: „Wir wollen an die Leistungen der Vorrunde anknüpfen. Dazu müssen wir den HCW-Rückraum in den Griff bekommen und unser Tempospiel aufziehen, dann können wir ein komfortables Punktepolster aufbauen.“