Während die Deizisauer nur zwei ihrer sieben Strafwürfe verwandeln, liegt Reichenbachs Daniel Roos bei einer Hundertprozent-Quote.
Der TSV Deizisau und der TSV Denkendorf kehren in der Handball-Verbandsliga ohne Punkte aus der Ferne zurück, der TV Reichenbach feierte dagegen einen wichtigen Sieg und hat damit nun wieder ein positives Punktekonto. Die Heli-Frauen kassieren überraschend den ersten Punktverlust der Saison.
Männer
VfL Pfullingen II – TSV Deizisau 25:21
Eine unerwartete Niederlage steckte der TSV Deizisau in Pfullingen ein. „Wir sind zu keiner Phase vorne in Schwung gekommen, haben zu statisch gespielt“, berichtete Arne Staiger vom Management. Er hob aber auch die sehr gut verteidigende Pfullinger Defensive heraus: „Der Gegner hat einfach mutiger und aggressiver verteidigt.“ Und weiter: „Es war zwar mehr für uns drin, da wir hinten gut standen. Aber alleine fünf verworfene Siebenmeter und weitere fünf bis sechs frei vergebene Würfe waren dann einfach zu viel.“ Staiger bezeichnete die Partie daher auch als „schlechtestes Spiel der Runde“.
TSV Deizisau: Bauer, Illii; Kühl (1), Beichter, Heinemann, Lohmann, Taxis (4/1), Baumann (5), Peter, Kuntsche, Seibold (2), Dannenmann (2), Crone (1/1), Schmidt (6).
HSG Wiwido – TV Reichenbach28:30
Es war „kein schöner aber wichtiger Sieg“, den der TV Reichenbach laut Co-Spielertrainer Daniel Roos bei der HSG Wiwido feierte. „Es war das erwartet schwere Spiel, auch wenn wir beim Tabellenletzten gespielt haben“, berichtete Roos erleichtert: „Wiwido spielt eine offensive 3:2:1-Abwehr und hat in den vergangenen Spielen sehr gute Leistungen gezeigt.“ Roos, mit elf Treffern – davon alle acht Siebenmeter – bester Schütze seines Teams, sprach von einem „Schritt in die richtige Richtung“. Und er sagte weiter: „Am Ende haben wir ruhig und abgeklärt gespielt und sind nicht hektisch geworden. Das war im Vergleich zu den vergangenen Spielen ein Fortschritt.“
TV Reichenbach: Sohn, Funk; Schaupp (3), Neumann, Hofmann (1), Colin Farrell (1), Wolf, Ewan Farrell (1), Fahrion, Küstner (4), Gehring (2), Roos (11/8), Mäntele (1), Pussert (3), Scheffold (3), Munck.
Hofen/Hüttlingen – Denkendorf 45:28
Mit einer deftigen Packung beim Tabellennachbarn traten die TSV-Handballer die Heimreise aus Aalen an. Torhüter Benedikt Schrade verwies zwar auf das durch viele Verletzungen und Krankheiten weiterhin knappe Personal, wollte dies aber nicht als einzige Begründung gelten lassen: „Insgesamt waren wir zu passiv, haben zu viele technische Fehler gemacht und der Gegner hat dies durch schnelle Tore über die erste und zweite Welle sehr gut ausgenutzt.“ Schrade ergänzte: „Zudem war der Rückraum der Hofen/Hüttlinger sehr wurfkräftig, dagegen haben wir keine Mittel gefunden.“ Und dazu kam dann aufgrund der begrenzten Wechselmöglichkeiten auch der Kräfteverschleiß in der zweiten Hälfte. „Es ist aufgrund der Verletzungen anzunehmen, dass wir die kommenden Wochen weiterhin mit einigen Ausfällen klarkommen müssen“, befürchtet Schrade.
TSV Denkendorf: Schrade, Neubert; Jäger (6), Lohmann, Quintus (1), Tonn, Geiselhart (2), Piskureck (4), Müller (6), Kaiser (4), Riehs (5/2).
Frauen
HR Bottwar SG – SG Heli24:24
Den ersten Punktverlust der Saison kassierte die SG Heli. Nach einer verschlafenen ersten Hälfte, als die SG nach einem 8:3-Lauf von Bottwar zur Halbzeit mit 9:16 zurücklag, kämpfte sich das Team wieder zurück. Ein 5:0-Lauf brachte die erstmalige Führung (23:22/55.). Bis zum Schluss blieb es dann eng – auch trotz einer Überzahlsituation. Die Chance zum Sieg war noch da, doch ein verworfener Siebenmeter in der letzten Minute machte die letzte Hoffnung auf die makellose Bilanz zunichte.
SG Hegensberg/Liebersbronn: Balz, Feldmaier; Hagen (3), Maier, Gebhardt, Gose, Frick (2), Medinger, Dobers, Lösch (7), Pfizenmaier, Akcay, Frantz (3), Stumpp (3), Traub (6).
Hofen/Hüttlingen – Neuhausen20:22
Wichtige Punkte holten die Frauen des TSV Neuhausen beim Schlusslicht. Den besseren Start erwischten die Madcats (6:2, 22.), doch Hofen/Hüttlingen kämpfte sich zurück und hielt die Partie bis zum Schluss offen. Der TSV hat nun als Siebter 4:4 Punkte.
TSV Neuhausen: Olbricht, Gjinaj, Korkmaz; Gina Fritz (4), Klumpp (1), Goga (2), Sonnenwald (1), Adam, Vollmer (6/1), Laura Fritz, Heveling (4), Pflüger (1), Abadin, Kimmelmann (2), Allilomis (1).