Nach sechs Niederlagen in Folge konnten die TSF Ditzingen mit Lukas Hölzel (Mi.) endlich wieder einen Sieg feiern. Foto: Andreas Gorr

In der Verbandsliga überrollen die Ditzinger nach sechs erfolglosen Partien den überforderten SV Remshalden dank einer starken Abwehrleistung mit 37:20.

Endlich konnten sie sich wieder zum obligatorischen Siegertänzchen an der Mittellinie versammeln: Mit großer Erleichterung nach sechs Partien ohne Sieg in Folge in der Verbandsliga hüpften die Spieler in Grün und Weiß nach dem deutlichen und in dieser Höhe verdienten 37:20 (20:8)-Heimsieg gegen den SV Remshalden in der Sporthalle Glemsaue. „Diese zwei Punkte haben wir dringend gebraucht. Und jetzt müssen wir genau so weitermachen“, forderte TSF-Trainer Dennis Zwicker nach dem vierten Sieg im elften Saisonspiel.

 

Anders als in den vergangenen Begegnungen konnten sich die Ditzinger gegen den Drittletzten von Beginn an absetzen und lagen nach neun Minuten bereits 7:1 vorne. „Man hat sofort gemerkt, dass ein ganz anderes Selbstvertrauen im Spiel ist, wenn man von Beginn an einen Vorsprung herauswerfen kann“, freute sich Coach Zwicker.

Starke Arbeit in der Abwehr

Grundlage für den frühen Vorsprung war eine starke Arbeit in der Defensive: Die Gäste kamen kaum einmal aus aussichtsreicher Position zum Wurf, und was aufs Tor kam, war häufig eine Beute von TSF-Keeper Pascal Duck. „So wie heute wollten wir eigentlich schon die gesamte Saison über in der Abwehr agieren“, meinte Zwicker.

Pascal Duck im TSF-Tor hielt viele Würfe des SV – allerdings nicht alle. Foto: Andreas Gorr

Es dauerte bis zur 13. Minute, ehe die Remstäler ihren ersten Treffer aus dem Feld heraus erzielten, Kreisläufer Dominik Rauch war nach schönem Anspiel an den Kreis zum 3:8 erfolgreich. Zuvor hatte nur Remshaldens Alexander Fellmeth zweimal per Siebenmeter für seine Mannschaft getroffen. Der Halblinke war der einzige Gäste-Akteur mit Durchschlagskraft im Remshaldener Angriff, er kam am Ende auf elf Treffer, wovon allerdings sechs Strafwürfe waren.

Als Yannick Hüther nach 22 Minuten den zweiten Siebenmeter für die Grün-Weißen verwandelte, war der Vorsprung beim 15:5 bereits zweistellig. Die Gastgeber kamen nach Paraden von Duck oder technischen Fehlern der SVR-Akteure immer wieder zu Tempogegenstößen, die vor allem Florian Ruoff, der am Ende mit neun Treffern bester Torschütze der TSF war, zu nutzen wusste. „Er hat sein Tempo gut ausgenutzt“, lobte Zwicker, der sich bereits zur Pause über eine Zwölf-Tore-Führung seiner Mannschaft freuen konnte.

Yannick Hüther (li.) erzielte drei Tore aus dem Feld und verwandelte drei Siebenmeter. Foto: Andreas Gorr

Dennoch schworen sich die Ditzinger vor den zweiten 30 Minuten noch einmal ein. „Ich wollte, dass die Abwehr auch weiter die Basis für unser Spiel ist“, meinte Coach Zwicker. Doch ein Aufbäumen des Tabellen-Kellerkindes aus dem Remstal war auch in der zweiten Hälfte nicht zu erkennen. Weiterhin landeten einige Würfe der Gäste im Block der TSF-Abwehr, die Remshaldener mussten unglaublich arbeiten, um überhaupt in aussichtsreiche Wurfpositionen zu kommen. Dreimal verhinderte Gäste-Keeper Tim Oßwald mit starken Paraden gegen völlig freie Würfe nach Kontern einen noch höheren Rückstand.

Nicht zuletzt dank elf abgewehrten Würfen von Duck bauten die Ditzinger ihren Vorsprung in der zweiten Hälfte weiter aus, fast alle Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein. „Es war heute ein Sieg des Kollektivs. Es ist schwierig, einzelne Spieler hervorzuheben“, meinte Coach Dennis Zwicker anerkennend.

Noch zwei Spiele für die TSF

Durch den Sieg verbesserten sich die Grün-Weißen auf den achten Tabellenplatz und sind am kommenden Samstag bei der eine Position besser platzierten HSG Böblingen/Sindelfingen zu Gast, ehe eine Woche später der Tabellenelfte TG Schömberg zum letzten Spiel in diesem Jahr in der Sporthalle Glemsaue zu Gast ist. „Das sind beides Mannschaften, die besser sind, als es ihre Tabellenposition aussagt“, weiß Zwicker um die Schwere der Aufgaben. TSF Ditzingen: Duck, Biehl; Ruoff (9), Steckroth (7), Hüther (6/3), Ruffner (5), Bartels (2), Siegmund (2), Bohnen (2), Graykowski (2), Hölzel (1), J. Heer (1), L. Heer, Kienle.