Die Verbandsliga-Männer aus dem Bottwartal holen am Samstag trotz ausgedünnten Kaders einen Punkt bei der Sport-Union Neckarsulm.
Die Verbandsliga-Männer der Habo SG haben am Samstagabend bei der Sport-Union Neckarsulm ein 38:38 (20:14)-Unentschieden erzielt und damit einen weiteren Punkt im Saisonendspurt mitgenommen. Letztendlich spiegelte die Partie das Hinspiel wider: Nach einer guten ersten Halbzeit ließen bei den Buffalos in der zweiten Hälfte die Kräfte nach. „Den Punkt nehme ich gerne mit“, zeigte sich Habo-Coach Jan Diller zufrieden – vor dem Spiel war der Punktgewinn aufgrund des dünnen Kaders – sogar Moritz Schädlich und Marco Degen nahmen extra auf der Bank Platz – nicht unbedingt zu erwarten gewesen.
Von Beginn an entwickelte sich ein – wie erwartet - ausgeglichenes Duell. Nach rund 15 Minuten konnten die Bottwartäler zunehmend die Kontrolle übernehmen. Mit einem 4:0-Lauf setzte sich die Diller-Sieben dann auf eine 12:8-Führung ab, baute den Vorsprung aus und führte in der 25. Minute sogar deutlich mit 17:10. Zur Halbzeitpause stand eine klare 20:14-Führung für die Buffalos auf der Anzeigetafel.
Auch in der zweiten Spielhälfte konnte die Habo den Vorsprung zunächst noch engagiert behaupten. Doch Neckarsulm gab sich wie zu erwarten noch lange nicht geschlagen. Im Gegenteil, der Gastgeber hielt sich nicht nur hartnäckig im Spiel, sondern setzte alles daran, der Partie eine Wendung zu geben. Vor allem Neckarsulm-Akteur Niklas Müller stellte die Bottwartäler nun vor große Probleme und verwandelte nahezu nach Belieben.
„Uns haben in dieser Phase die Lösungen gefehlt – das nehme ich auf meine Kappe“, erklärte der Coach. Ein weiterer Rückschlag folgte als Luca Degen nach einem zu ungestümen Eingreifen, bei dem er seinen Gegenspieler im Gesicht traf, die Rote Karte sah. „Der Verlust hat uns zusätzlich geschwächt“, so Jan Diller.
Auch das Hinspiel endete remis
In der Schlussviertelstunde erhöhte Neckarsulm den Druck. Die Kräfte der Bottwartäler schwanden zusehends. Innerhalb von drei Minuten verkürzte die Sport-Union auf 33:36 (56.), ehe der Gastgeber mit einem weiteren 3:0-Lauf zum 36:37 aufschloss. „Wir waren da nicht clever genug“, klärte Diller. Am Ende stand – wie schon im Hinspiel – ein Unentschieden: dieses Mal ein 38:38.
Trotz des späten Ausgleichs zeigte sich der Habo-Coach aber nicht frustriert: „Wir müssen ehrlich sein, Neckarsulm hat eine couragierte Leistung gezeigt. Mit unserem Kader war der Punkt heute das Maximum.“ Im Abstiegskampf bleibt die Lage damit noch spannend, gleichzeitig behaupten die Bottwartäler weiterhin eine gute Ausgangsposition.