Die Verbandsliga-Handballer der SG H2Ku Herrenberg II sind sang- und klanglos abgestiegen. Dass sie aber im Derby gegen die HSG Böblingen/Sindelfingen hoch motiviert sind, ist klar.
Ein letztes Mal noch steht Marco Cece bei den Verbandsliga-Handballern der HSG Böblingen/Sindelfingen an der Seitenlinie. Braucht er auswärts bei der SG H2Ku Herrenberg II (Samstag, 16.45 Uhr, Markweghalle) erneut so starke Nerven wie im Hinspiel?
Zunächst einmal musste er eine Weile seine emotionale Verabschiedung vor einer Woche verarbeiten. Doch er freut sich inzwischen auch darauf, mehr Zeit für die Familie zu haben. Ganz ohne Sport geht es jedoch nicht, er wird dem Verein erhalten bleiben. Fördertraining im Jugendbereich ist genauso im Gespräch wie die sportliche Leitung bei den Männern. „Wir werden es in den nächsten Wochen klären“, verspricht er.
HSG Böblingen/Sindelfingen kann Tabellenplatz drei nicht mehr erreichen
Bis es soweit ist, möchte er mit seinen Schützlingen noch einmal alles raushauen. „Wir wollen uns mit einem Sieg verabschieden“, betont er. Gleichzeitig gibt er zu, dass nach der 30:36-Niederlage gegen Rottweil die Luft raus ist, denn „Dritter können wir jetzt nicht mehr werden“.
Da kommt es ihm gelegen, dass die Saison mit einem Derby endet. „Da wird uns der Gegner nichts schenken“, vermutet Cece. „In der Hinrunde hatten die uns am Rande einer Niederlage“, erinnert er sich an den 32:31-Erfolg. „Nochmal wollen wir es nicht so spannend machen.“ Marvin Seeger und Robin Dörner können sicher nicht mit von der Partie sein, und auch Dominic Rose, den das Knie zwickt,wird wohl kein Comeback in der Markweghalle geben wird. „Gerade bei seiner Vorgeschichte werden wir jetzt sicher kein Risiko mehr eingehen“, betont der Übungsleiter.
Wieder mehr personelle Auswahl für SG H2Ku Herrenberg II gegen BöSis
Die Einheimischen können derweil auf deutlich mehr Optionen zurückgreifen als zuletzt. Mit Miro Mezger und Tom Bühler kehrt Stabilität in den Innenblock zurück, auch Nicolas Rhotert zwischen den Pfosten ist wieder dabei. A-Junior Ben Lifka unterstützt die Truppe, Andreas Kohler und Marcel Braitmaier fallen verletzungsbedingt aus, und hinter den Einsätzen von Yanick Bross und Lenny Lohrer stehen Fragezeichen
Im Training hat der sang- und klanglose Absteiger noch einmal intensiv gearbeitet. Schnelles Umschaltspiel, hohes Tempo nach vorne und vor allem Konstanz sollen den Unterschied ausmachen. Aus einer kompakten, aggressiven Abwehr heraus soll der Favorit ins Wanken gebracht werden.
SG H2Ku Herrenberg II will mit Leidenschaft gegen die BöSis antreten
„Die Saison geht zu Ende, und natürlich hätten wir uns den einen oder anderen Moment anders gewünscht“, räumt Co-Trainer Maxi Schöllkopf ein. „Aber wir haben auch gesehen, wie sich viele unserer jungen Spieler entwickelt haben. Darauf bauen wir auf.“ Im Lokalduell fordert er noch einmal eine leidenschaftliche Leistung ein, wie es jüngst beim erst zweiten Sieg der Fall war.