Die SG H2Ku Herrenberg II wächst in der Handball-Verbandsliga der Männer als Mannschaft zusammen. Das spiegelt sich aber nicht in den Ergebnissen wider, wie das jüngste 31:34 zeigt.
Im letzten Spiel der Verbandsliga-Hinrunde gegen den TV Spaichingen unterlagen die Handballer der SG H2Ku Herrenberg II vor 120 Zuschauern knapp mit 31:34 und überwintern mit 2:24 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz.
Die Gäste kamen anfangs mit schnellen Gegenstößen zu einfachen Toren, die Gastgeber überzeugten mit beherzten Positionsangriffen und Treffsicherheit. Beide Abwehrreihen standen kompakt und geschlossen, wechselnde Führungen in Halbzeit eins waren die Folge. Über ein 5:5 und 9:9 ging es schlussendlich mit 14:14 in die Kabinen. „Es ist uns zu Beginn sehr gut gelungen, durch gezielte Stoppfouls einige Offensivaktionen des Gegners zu unterbinden. Das gab Sicherheit und Motivation. Wir hatten zudem eine gute Wurfeffektivität “, kommentierte Co-Trainer Maxi Schöllkopf.
SG H2Ku Herrenberg II und TV Spaichingen machen da weiter, wo sie aufgehört haben
Nach dem Seitenwechsel machten die Teams zunächst da weiter, wie sie vor der Pause aufgehört hatten. Allerdings fand die Auswärtstruppe deutlich besser in die Partie zurück und kam zu einem 4-Tore-Polster, das sie nicht mehr hergab. Insgesamt war die zweite Hälfte von vielen Zeitstrafen sowie drei Roten Karten geprägt. Die Zweite des Gäuklubs agierte zwölf Minuten in Unterzahl, beim Gegner waren es acht. Der Spaichinger Florian Merkt wurde nach einem Foul an Luca Kälbly disqualifiziert, der Herrenberger Marcel Braitmaier folgte ihm nur drei Minuten später nach einer unglücklichen Abwehraktion. Einen weiteren TVS-Akteur erwischte es kurz vor Schluss wegen der Verhinderung eines schnellen Anspiels.
Trotz der zwölften Niederlage beim 13. Auftritt gab es auch Gewinner bei der SG II, nämlich die beiden A-Jugendlichen Lennart Lohrer und Yanick Bross. Ersterer überzeugte wurfgewaltig aus dem Rückraum und mit zwölf Treffern, letzterer agierte trotz seines jungen Alters mit feiner Technik als Taktgeber im Rückraum. Entwickeln sich beide Talente individuell weiter und bleiben von Verletzungen verschont, werden die H2Ku-Fans noch viel Freude an ihnen haben.
„Meine Jungs haben heute eine sehr gute erste Halbzeit gespielt – kompakt, konsequent und durchsetzungsstark. Und dennoch kamen wir schlecht aus der Kabine und gerieten früh und unnötig in Rückstand“, haderte derweil Trainer Marcel Kohler. Die Hinrunde sei aus sportlicher Sicht ernüchternd gelaufen. „Aber die Mannschaft wächst zusammen, und die Integration der jungen Leute schreitet voran. Jetzt haben wir sechs Wochen Zeit, um uns etwas zu erholen und dann mit der Vorbereitung auf die Rückrunde zu beginnen.“
SG H2Ku Herrenberg II: Rinderknecht, Sauer;, Luca Kälbly (2), Lohrer (12/davon 2 Siebenmeter), Bross (2), Ehler (1), Eckert (5), A. Kohler (3), Sattler (1), Kretschmann (2), Mezger (3).