Jonas Grosser, der zuletzt drei Treffer beisteuerte, trifft mit den BöSis auf einen der Aufsteiger. Foto: Marco Iker

Die HSG Böblingen/Sindelfingen trifft auf Aufsteiger HB Ludwigsburg. Warum dieses Heimspiel der Verbandsliga-Handballer womöglich richtungsweisend ist.

Für die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen steht in der Verbandsliga ein möglicherweise richtungsweisendes Spiel an. Am Samstag (19.30 Uhr) ist Aufsteiger HB Ludwigsburg in der Sindelfinger Sommerhofenhalle zu Gast.

 

Auch Coach Marco Cece weiß: „Die Tabelle lügt nicht. Für beide geht es in diesem Spiel um viel.“ Die Mannschaften bewegen sich in der bisherigen Spielzeit ungefähr auf Augenhöhe, hatten jeweils ein schweres Auftaktprogramm und hätten mit ein bisschen Glück auch mehr Punkte einfahren können. Deshalb wäre für die HSG ein Heimerfolg umso wichtiger. Denn damit könnte sie sich fürs Erste von den hinteren Plätzen absetzen.

So ähnlich der Saisonverlauf bislang für beide Teams auch war, so unterschiedlich ist deren Spielweise. In den Gästen sieht der BöSis-Trainer keinen normalen Aufsteiger. „Eine junge, wurfgewaltige Truppe“, sagt er. Da macht sich die gute Jugendarbeit der Gäste bezahlt. „Wenn sie das zusammenhalten können, ist noch viel Luft nach oben.“ Dabei pflegen sie genau die Spielweise, mit der die HSG so ihre Probleme hat: Die Ludwigsburger stellen einen starken Rückraum und eine stabile 6:0-Formation.

„Wir müssen vor allem in der Abwehr wieder zulegen“, sagt Cece. Die Anzahl der Gegentore bei der jüngsten 35:36-Niederlage in Fellbach war für seinen Geschmack deutlich zu hoch. „Da dürfen wir nicht mehr so viele einfache Abschlüsse zulassen. Ansonsten wird es schwer.“ Genau wie auf der anderen Seite der Platte. „Wir müssen das Tempo hochhalten. Im Sechs-gegen-sechs sind sie kaum zu knacken.“

Er vertraut jedoch auf die bisherige Offensivstärke seines Teams, das mit Marvin Seeger wieder eine wichtige Option zurückbekommt. Dennoch wird der Linksaußen nach zweiwöchiger Krankheit nicht auf Anhieb wieder bei 100 Prozent sein. Fehlen wird Finn Spitzl, der beruflich unterwegs ist.