Nach früher zweiter Zeitstrafe in der Crunchtime voll da: Michael Fangerow (am Ball) kam am Ende auf sieben Treffer. Foto: Marco Iker

Die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen feiern gegen die TSF Ditzingen eine starke Rückkehr in die Murkenbachhalle. Es war bereits ihr vierter Sieg in Serie.

Die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen kommen in der Verbandsliga immer besser ins Rollen, wie beim 30:28 gegen die TSF Ditzingen erneut zu sehen war. „Wir freuen uns trotzdem, dass wir jetzt ein paar Tage die Füße hochlegen können“, sagte das Trainerduo Marco und Vito Cece nach dem vierten Sieg in Serie. „Das haben wir uns verdient.“

 

Die Brüder waren sich nach dem Ritt auf der Rasierklinge einig: In der vergangenen Saison hätten ihre Schützlinge diese Partie wahrscheinlich verloren. „Doch jetzt schaffen wir es, hintenraus noch einmal das Tempo anzuziehen, und sind in der Crunchtime voll da.“

Von Anfang an war Feuer drin. Dazu trug auch das Publikum seinen Teil bei. „Das war wirklich ein toller Einstand in der renovierten Murkenbachhalle“, freuten sich die Coaches. „Das haben wir auch ein bisschen vermisst.“ Davon angetrieben drückten die Hausherren aufs Tempo, „doch der Gegner hat es uns wahnsinnig schwer gemacht“.

Trotzdem sorgte Frederik Todt mit einem Doppelschlag zum 7:5 erstmals für einen kleinen Vorsprung. Weil Michael Fangerow bereits früh seine zweite Zeitstrafe erhielt, stellten die BöSis in der Abwehr um. „Da mussten wir reagieren“, erklärten die Ceces. Ihr Plan, die Mitte dicht zu halten, um den starken Yannick Hüther nicht aufdrehen zu lassen, ging dennoch weiter auf. Dass beim Kontrahenten Kreisläufer Nick Bohnen früh disqualifiziert wurde, konnten die Einheimischen lange nicht ausnutzen. Lowis Englert sorgte mit einem Doppelschlag für das 15:15 zur Pause.

Direkt nach dem Seitenwechsel folgte die fast schon obligatorische Schwächephase. Innerhalb von fünf Minuten setzten sich die Gäste beim 16:20 ab. Mit einer Auszeit wollten die Ceces diesen Lauf unterbinden. Zudem kam Kevin Gsell in den Kasten, der dem Team mit seinen Paraden wieder ein bisschen Aufschwung verlieh. „Wir haben uns Tor um Tor herangearbeitet.“ Doch erst Marvin Seeger stellte die Uhren mit dem 24:24 eine Viertelstunde vor Schluss wieder auf Null. Er war es auch, der die Mannschaft kurz darauf mit 25:24 in Front warf.

„Ab da haben wir es nicht mehr aus der Hand gegeben“, lobten die Übungsleiter. Seeger und Fangerow, der jetzt richtig heiß lief, sorgten für das 28:26, Mikko Frommer legte das 29:26 nach. Die TSF setzten alles auf ihre letzte Karte und eine offensive Abwehrformation, womit sie sogar kurz vor Schluss auf einen Treffer herankamen. Doch erneut hatte Fangerow die richtige Antwort. „Wir sind cool geblieben. Daran sieht man, dass sich die Jungs weiterentwickelt haben“, freuten sich die Ceces.

Besonders groß ist die Vorfreude nun auf den Jahresabschlusskick am Dienstag und die kurze Winterpause danach, ehe sich das Team bereits am 5. Januar wieder zum ersten Training 2026 trifft.

HSG Böblingen/Sindelfingen: Maaß, Gsell, Thiruvarudsri, Fangerow (7), Seeger (5), Englert (2), Heinkele (3), Frommer (2), Spitzl, Negler (3), Todt (3), Bock, Rose (4/davon 2 Siebenmeter), Neuberger (1), Dörner.