Dank verstärkter Defensive brachten die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen zwei Punkte vom TV Spaichingen mit – trotz empfindlicher Zeitstrafen in der Schlussphase.
Die Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen haben in der Verbandsliga einiges wieder geradegerückt. „Dieser Sieg war ganz wichtig“, atmete Trainer Marco Cece nach dem 29:27-Erfolg beim TV Spaichingen durch. Zum einen, um in der Tabelle den Abstand zu den hinteren Plätzen zu halten. Zum anderen, um die ärgerliche Niederlage aus der Vorwoche vergessen zu machen. „Wir haben die richtige Reaktion gezeigt“, lobte der Coach.
Vor allem in der Abwehr traten seine Schützlinge ganz anders auf. Der Mittelblock mit Tim Negler und Lowis Englert bekam den gegnerischen Kreisläufer Florian Merkt gut in den Griff. So hielten die BöSis die Räume geschlossen und machten es dem Kontrahenten schwer, leichte Abschlüsse zu finden. „Wir haben es als Mannschaft gut gelöst“, befand Marco Cece. So hatte es auch Kevin Gsell im Kasten deutlich leichter. Er lieferte über die gesamte Dauer lang eine ordentliche Leistung ab und bekam mehr Würfe zu fassen als zuletzt.
BöSis lassen vorne erneut zu viele Gelegenheiten liegen
Dass die Partie dennoch eine Dreiviertelstunde lang offen war, lag daran, dass die Gäste vorne zu viel liegen ließen. Da machten sich die Ausfälle bemerkbar, obwohl Marco und Vito Cece für Rechtsaußen mit Joshua Stöffler einen Mann aus dem Ärmel schüttelten, der im Sommer eigentlich aufgehört hatte. So ging es hin und her. Beim 11:11 wurden die Seiten gewechselt. Auch nach der Pause schaffte es keines der Teams, das Geschehen auf seine Seite zu ziehen.
Dann schalteten Frederik Todt und Michael Fangerow einen Gang hoch. „Sie haben Verantwortung übernommen“, lobte Marco Cece. Genau das will er von seinen Führungsspielern sehen. Erst glich Fangerow per Siebenmeter zum 16:16 aus, dann netzte Todt dreimal in Folge zum 19:17 ein.
Der Knackpunkt war, dass sich die Auswärtstruppe in der Schlussphase trotz zweier empfindlicher Zeitstrafen nicht unterkriegen ließ. Zunächst schlossen Fangerow per Doppelschlag und Arne Neuberger einen 3:0-Lauf in Unterzahl zum 24:23 ab. Und als Negler für zwei Minuten vom Feld geschickt wurde, sorgten Fangerow, Todt, Englert und Mikko Frommer mit einem 4:0-Zwischensprint und dem 28:24 für die erste komfortable Führung. Damit war die Sache gegessen. Obwohl sich in der Schlussphase Fehler einschlichen, hatte der Gegner nicht mehr genügend Zeit, um näher als auf 29:27 heranzukommen. „Am Ende sieht das Ergebnis knapper aus als es war“, betonte Marco Cece, dass da nichts mehr anbrennen konnte.
HSG Böblingen/Sindelfingen: Gsell, Maaß; Grosser, Fangerow (5/davon 1 Siebenmeter), Seeger (6), Englert (3), Frommer (1), Stöffler (1), Negler (3), Todt (8), Rose (1), Neuberger (1), Dörner.