Dass der Verbandsliga-Tabellenzweite kein Maßstab für die Handballer der SG H2Ku Herrenberg II ist, war klar. Ihr Coach fand allerdings, dass sein Team immerhin für 20 Minuten mithielt
Es kam wie erwartet, und das Topteam in der Handball-Verbandsliga der Männer war mehr als eine Nummer zu groß für das Schlusslicht. Kein Wunder also, dass auch die nächste Niederlage der SG H2Ku Herrenberg II deutlich ausfiel, dieses Mal setzte es zu Hause ein 21:35 gegen den TV Oeffingen.
Die Gäste überzeugten mit ihrer ruhigen und durchdachten Angriffstaktik und kamen so zu einfachen Treffern. Den Gastgebern gelangen überwiegend Einzelaktionen. Ab Mitte der ersten Halbzeit, genauer gesagt beim Zwischenstand von 6:9 kippte das Duell zugunsten der Auswärtstruppe aus dem Remstal, die fortan ihren Vorsprung kontinuierlich ausbaute.
SG H2Ku Herrenberg II kann irgendwann nur noch wenig entgegensetzen
Die Zweite des Gäuklubs hatte in dieser Zeit ihre schwächste Phase, vor allem in der Abwehr konnte sie der cleveren Offensive des Kontrahenten wenig entgegensetzen. Über 9:16 ging es schlussendlich mit 10:21 in die Kabine.
„Wir kamen zunächst sehr solide ins Spiel. Bald zeigte sich jedoch verstärkt die individuelle Klasse des Gegners, und wir taten uns zusehends schwerer, den Anschluss nicht zu verlieren“, kommentierte Co-Trainer Maxi Schöllkopf.
TV Oeffingen baut den Vorsprung sogar noch weiter aus
Nach dem Seitenwechsel ging es genau so weiter. Oeffingen verwaltete seinen Vorsprung, Herrenberg II kämpfte weiterhin darum, den Rückstand nicht größer werden zu lassen. Mit zunehmender Dauer setzte sich der TV allerdings noch weiter ab. Über 18:33 trennten sich die beiden ungleichen Rivalen am Ende mit 21:35.
„Meine Jungs wollten heute zeigen, dass sie auch gegen ein Spitzenteam mithalten können. Für 20 Minuten gelang uns dies“, befand SG-II-Coach Marcel Kohler. „Anschließend agierte der Gegner sehr souverän und dominant. Wir haben noch versucht, mit entsprechenden Positionswechseln dagegenzuhalten, letztlich aber waren die spielerisch zu stark.“ Dementsprechend gehe auch die Höhe der Schlappe in Ordnung.
SG H2Ku Herrenberg II: Rinderknecht, Karasu; Sattler (1), Eckert (6/davon 3 Siebenmeter), Fritz (4), Braitmaier (2), Bühler (1), Kretschmann (1), Alexander Kohler (3), Mezger (3).