Ein Doppelschlag von Tim Negler (am Ball) sorgte in der Schlussphase für Beruhigung, aber weil er danach den Ball einmal herschenkte, wurde es wieder eng. Foto: Marco Iker

Hätten die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen ihre Leistung aus der Anfangsphase aufrechterhalten, wäre es ein lockerer Abend geworden. Das taten sie aber nicht.

Die Verbandsliga-Handballer der HSG Böblingen/Sindelfingen haben es gegen den TV Spaichingen spannend gemacht. Sogar etwas zu spannend, wenn es nach den Trainern Marco und Vito Cece geht. Für sie lautete die Erkenntnis nach dem 30:28-Erfolg: „Mit Halbgas geht es einfach nicht.“

 

In den ersten Minuten zeigten ihre Schützlinge, dass die Sache bei weitem nicht so eng hätte verlaufen müssen. Nach dem 0:1-Rückstand, trumpften sie groß auf. Sie waren in der Abwehr auf zack und drückten aufs Tempo. Ehe sich die Gäste versahen, legten Michael Fangerow, dreimal Dominic Rose und Marian Heinkele auf 5:1 vor. „Die Anfangsphase war ganz stark“, lobte Marco Cece.

Wenn BöSis so weitergemacht hätten, wäre es ein lockerer Abend geworden

Wenn seine Mannen anschließend genau so weitergemacht hätten, wäre es ein entspannter Abend mit einem deutlichen Ergebnis geworden. Doch es kam anders. Das lag einerseits daran, dass sich viel zu viele Fehler einschlichen und sie auch beste Chancen liegenließen. Andererseits bot der Kontrahent nun wie in der Hinrunde mehr Gegenwehr. „Für die geht es noch um alles“, betonte Vito Cece. „Deshalb war klar, dass die hier auch alles raushauen.“

Beim 8:8 war der komfortable Vorsprung schon wieder dahin. Genau wie die Sicherheit im Angriff. Bis zur Pause bissen sich die BöSis die Zähne an der gegnerischen Defensive aus, und so ging es mit einem 14:14 in die Kabinen.

Unnötig: Sebastian Bock (am Ball) und die BöSis mussten beinahe bis zum Schluss zittern. Foto: Marco Iker

Von der HSG Böblingen/Sindelfingen musste eindeutig mehr kommen

Die Cece-Brüder waren sich einig: „Da muss mehr von uns kommen.“ Zwar blieb ihr Team auch nach dem Seitenwechsel am Drücker und legte immer wieder vor, doch die Führung stand auf wackeligen Beinen. Gleich mehrfach verhinderte der zwischen die Pfosten gekommene Daniel Meyer, dass der Rivale in Front ging. Er rettete beispielsweise beim Stand von 22:22.

Dann sorgten Marian Heinkele und Arne Neuberger mit einem Doppelschlag zum 24:22 für etwas Erleichterung. Doch auch danach mussten sich die Einheimischen zu oft auf ihren Keeper verlassen, der es im zweiten Durchgang auf insgesamt sechs Paraden brachte. „Da waren ein paar ganz wichtige Dinger dabei“, atmete Marco Cece durch.

BöSis schenken den Ball her, und TV Spaichingen verkürzt auf zwei Tore

Denn auch als sich Tim Negler drei Zeigerumdrehungen vor Ultimo am Kreis zweimal zum 29:25 durchsetzte, war das Ding noch nicht gelaufen, weil Negler den Ball nach dem 29:26 direkt wieder herschenkte und das 29:27 fiel. Somit sorgte erst der Heber von Fangerow zum 30:27 für die Entscheidung. „Die beiden Punkte nehmen wir gerne mit“, sagten die Cece-Brüder. „Aber allen muss klar sein, dass die nächsten Spiele genauso eklig werden.“

HSG Böblingen/Sindelfingen: Rothsching, Meyer; Fangerow (3), Seeger (2), Englert (5), Heinkele (3), Frommer (2), Spitzl, Negler (4), Todt (1), Bock, Rose (9/davon 5 Siebenmeter), Neuberger (1), Dörner.